Edingen-Neckarhausen

Bürger streiten weiter über mögliche neue Baugebiete

Das Thema bauliche Entwicklung der Gemeinde Edingen-Neckarhausen treibt die Bürger weiter um. Das zeigte sich bereits in der Fragestunde des Gemeinderates.

Ob Grünräume und Ausgleichsflächen in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans ausreichend berücksichtigt sind, wollte Werner Peuker aus Edingen wissen. Denn die Entwicklungsflächen eröffneten nur Möglichkeiten und sollten deshalb nicht zu klein gehalten werden, sagte er. 35 Hektar könnten verplant werden, antwortete Bürgermeister Michler. Hauptsächlich gehe es um kleinere Abrundungen.

Auf erhebliche Abweichungen vom Entwurf des Nachbarschaftsverbandes verwies Friedrich Horch, Grundeigentümer im Mittelgewann und Sprecher einer Initiative von Bebauungsbefürwortern. Dass in Edingen sieben Hektar, im Ortsteil Neckarhausen dagegen 21 Hektar ausgewiesen würden, sei nicht ausgewogen. Zudem bezweifelte er generell die Zulässigkeit von Bürgerentscheiden, weil viele solcher Einzelvoten eine Bebauung insgesamt verhindern könnten. „Ich halte mich an geltende Gesetze“, entgegnete Bürgermeister Michler und nannte den Bürgerentscheid zum Mittelgewann eine „urdemokratische Entscheidung“.

Ein anderer Bürger sprach angesichts der Pläne zum Hilfeleistungszentrum von der Gefahr, „dass Neckarhausen zugepflastert wird“. Eine klare Zielvorgabe für die städtebaulichen Entwicklung forderte Silke Buschulte-Ding vom Bürgermeister: „Haben Sie Mut und geben Sie Ideen vor.“ hje