Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Familienfeier des Gesangvereins 1859/1897 in der Eduard-Schläfer-Halle / Ehrung und Theaterstück

Chor soll nachhaltig verjüngt werden

Die erste gemeinsame Familienfeier des Gesangvereins 1859/1897 Neckarhausen unter dem gemeinsamen Sängerdach war ein voller Erfolg. An den langen Tischreihen in der Eduard-Schläfer-Halle blieb kein Stuhl leer. Nach der Verschmelzung der beiden Gesangvereine MGV 1859 und Germania1897 zum Gesangverein Neckarhausen war die Stimmung erwartungsfroh. Neben Ehrungen und Gesangsbeiträgen stand auch das Theaterstück „Burggeflüster“ der Laienspielgruppe auf dem mehrstündigen abendlichen Programm.

„Hinter uns liegt ein ereignisreiches und denkwürdiges Jahr. Ein Jahr das einen Neuanfang darstellt, aber auch Reibungsmomente mit sich gebracht hat. Darin ist der Grund zu sehen, weshalb sich einige Mitglieder vom Gesangverein abgewendet haben ohne dem Verein und dem neuen Vorstands-Team eine Chance zu geben“, konstatierte der neugewählte Gesangvereins-Vorsitzende Sven Betzold in seiner Begrüßungsrede. Er fügte unter Applaus an: „Ich möchte aber betonten, dass wir uns über eine Rückkehr freuen würden und Ihr jederzeit in der Familie des Gesangvereins Neckarhausen herzlich willkommen seid.“

Fusion am 28. September

Betzold erinnerte rückblickend an den Verschmelzungsprozess. In zwei getrennte Versammlungen hatten die Mitglieder von MGV 1859 und Germania im Frühjahr dieses Jahres der Verschmelzung zugestimmt, um fortan im neuformierten Verein, dem Gesangverein 1859/1897Neckarhausen, dem Singen als gemeinsamen Hobby nachzugehen. „Die gelungene Verschmelzung, die mit der ersten Mitgliederversammlung am 28. September vollzogen wurde, ist aber nur ein erster Meilenstein“, betonte Betzold. Die Zukunft müsse zeigen, ob sich daraus ein gemeinsames Erfolgsmodell entwickle oder dies nur eine lebenserhaltene Maßnahme zweier schrumpfender Gesangvereine gewesen sei.

Der Vorsitzende wies ferner auf das neue Logo, einer Stimmgabel mit den jeweiligen „Geburtsjahren“ der verschmolzenen Vereine hin. Außerdem plane man eine Neugestaltung des Internetauftritts. Gemeinsam werde man im kommenden Jahr das 160-jährige Jubiläum feiern (der ehemalige MGV als Teil des neuen Vereins besteht dann seit 160 Jahren). Aus diesem Anlass wird am 1. und 2. Juni ein Jubiläumswochenende und am 24. November ein Jubiläumskonzert stattfinden.

Um den Gesangverein weiter zukunftsfähig zu gestalten, will man mit der Graf-von-Oberndorff-Schule kooperieren und in die gesangliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen investieren. Männerchor und gemischter Chor sollen auf diese Weise nachhaltig verjüngt werden. Der Chorleiter des Männerchors, Walter Muth, wird dieses Projekt maßgeblich begleiten.

Die beiden Chöre des Gesangvereins sorgten auch für die musikalische Umrahmung der Ehrungen. Diese wurden seitens des Sängerkreises Weinheim von Ingrid Müller sowie von Sven Betzold namens des Gesangsereins durchgeführt.

Dann war es an der Zeit für das „Burggeflüster“, das die Theatergruppe des Vereins einstudiert hatte. Die Laienschauspieler machten aus der Komödie in drei Akten einen echten Bühnenkracher. Die Truppe begeisterte in zwei Aufführungen die Besucher und hauchte der Gespensterkomödie um den verarmten Graf Arnfried von Oberndorff Leben und Lokalkolorit ein. Die mit viel Wortwitz inszenierte Spukgeschichte fand zur „Geisterstunde“ ihr „spuktakuläres“ Ende. Kunibert III. trat als Geist aus dem Schrank und verschwand mit seiner neuen Eroberung zwischen irgendwo und nirgendwo. Die Zuschauer dankten den Akteuren ihren Einsatz mit langanhaltendem Applaus und traten bestens gelaunt den Heimweg an.