Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Feuerwehr, Polizei, DRK und THW präsentieren sich beim Tag der Sicherheit

Christopher 53 zieht die Blicke auf sich

„Ich bin absolut zufrieden, unser dritter Tag der Sicherheit war ein voller Erfolg.“ Kommandant Stephan Zimmer zog eine positive Bilanz der groß angelegten Veranstaltung die wieder viele Aktionen und Informationen bot. Neben der organisierenden Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen kamen auch andere Hilfsdienste zum Einsatz.

Sogar der in Mannheim stationierte Rettungshubschrauber Christopher 53, landete bei einem Zwischenstopp auf dem Schulportgelände der Pestalozzi-Schule. „Das war eine Super-Sache, den Helikopter der Deutschen Luftrettung mal aus Nähe zu betrachten und mit der Besatzung zu sprechen“, freute sich Gemeinderat Georg Schneider über die unerwartete Gelegenheit. Der Edinger Abteilungskommandant Moritz Hoering hatte den Kontakt zu den Luftrettern geknüpft. Diese mussten allerdings bald wieder den Abflug machen, sie wurden zu einem Einsatz gerufen.

Dass Leben retten oft reine Übungssache ist, wurde beim örtlichen DRK deutlich. Am Oberkörper einer Gummipuppe konnten Interessierte die Herzdruckmassage üben. „Ganz wichtig ist es, den Kreislauf in Schwung zu halten, durch das zirkulierende Blut wird der Körper mit Sauerstoff versorgt“, erklärte Bereitschaftsleiter Justus Neuwirth.

Ein paar Schritte weiter informierte Michael Christoph (Fachberater der Polizei) über Einbruchsschutz sowie den passenden Fahrrad-Helm um Kopfverletzungen vorzubeugen. Für Helmmuffel gibt es jetzt auch den Fahrrad-Airbag-Helm, der sich bei Gefahr aufbläst. Behelmt, und zwar mit dem metallenen Klassiker, ging es auch beim Kistenstapeln der Jugendfeuerwehr zu. „Der Rekord liegt aktuell bei 23 Kisten die Carsten Tkotz geschafft hat“, ließ Jeremy Eckstein wissen. Er hatte zusammen mit einem Kollegen den Aufsteiger an Seilen abgesichert. Zwischendurch mussten die „Hochstapler“ allerdings eine wetterbedingte Pause einlegen. „Sobald es blitzt, müssen wir abbrechen“, erklärte Eckstein.

Neben dem Kistenstapeln gehörte die Fahrt mit einem Feuerwehr-Auto zu den Höhepunkten in der Gunst der jungen Besucher. „Wir konnten mit anhören, was über Funk gesprochen wurde“, verriet Dana Pender als sie aus dem Fahrzeug kletterte.

Berufsfeuerwehr zeigt Großlüfter

Der Fuhrpark der Feuerwehr und die beiden Einsatzwagen des THW’s standen auf dem gesperrten Teil des Amselwegs, der an das Schulgelände angrenzt. Dort hatte auch die Heidelberger Berufsfeuerwehr ihren Großlüfter positioniert. Der Großventilator der beispielsweise in verrauchten Tunnels zum Einsatz kommt, kann auch Wasser „vernebeln“. Die Heidelberger Brandschützer demonstrierten mehrmals die Sprühkraft des Geräts.

Buchstäblich ein echter Knaller stand noch im Schulhof auf dem Programm. Unter Feuer- und damit Hitzeeinwirkung ließ man lautstark Spraydosen im gesicherten „Käfig“ explodieren. „Im Ernstfall können uns die Dinger schon einmal um die Ohren fliegen“, ließ Kommandant Zimmer wissen.

Klar, dass die Brandschützer auch in Sachen Verpflegung gut aufgestellt waren. Mit Gyros, Hamburger, Bratwurst und Pommes hatten sie kulinarisch einiges auf der Pfanne. Süße Geschmäcker kamen am tollen Kuchenbüffet auf ihre Kosten, das im Foyer der Pestalozzihalle aufgebaut war.

„Wir hatten zwischen 40 und 50 Helfer im Einsatz. Bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es zum Glück auch noch genügend freiwillige Helfer“, resümierte der stellvertretende Edinger Abteilungskommandant Marcus Heinze.