Edingen-Neckarhausen

Edingen TV feiert Geburtstagsparty mit Meisterehrung und Traditionsspiel auf dem Großfeld / Spielfreude beim Match

Damen sind in der Landesliga

Seit 90 Jahren wird in Edingen Handball gespielt. Die Gemeinde zählt zu den Handball-Hochburgen im Kreis. Im Laufe ihrer langen Geschichte heimsten die Teams der Handball-Abteilung des Turnvereins Edingen(TVE) zahlreiche Titel ein. Zuletzt war es die erste Damenmannschaft, die im Rahmen der Geburtstagsparty im Sport- und Freizeitzentrum ihren Aufstieg feierte.

„Handball ist ein toller Sport, es fallen viel mehr Tore als im Fußball. Während des Spiels will man den Gegner schlagen, danach sind alle wieder Freunde“, brachte es C-Jugendspieler Maximilian Kraft auf den Punkt. Er durfte wenig später mit den „Legenden“ und denen, die noch welche werden wollen, auf den Kunstrasenplatz einmarschieren.

Handball-Abteilungsleiter Mattias Kaiser begrüßte Spieler und Gäste zur Geburtstagsparty und zeichnete erst einmal die Damen aus. Sie konnten sich den Kreismeister-Titel sichern und werden in der kommenden Spielzeit in der Landesliga antreten. „Es war ein spannender Rundenverlauf. Ihr habt in letzter Minute den Rundensieg und damit den Aufstieg gerettet“, attestierte der Staffelleiter für Frauen im Handball-Kreis Mannheim, Uwe Persch.

Neben den Damen wurde auch der Trainer und Meistermacher des Teams, Andreas Zirnstein, geehrt, der in der kommenden Saison von dem Leimener Michael Lichtl abgelöst wird. „Wir sind wieder auf dem Weg nach oben, im Damenteam spielen auch viele Mädels aus der eigenen Jugend mit“, freute sich Rainer Scheffler, der zusammen mit Mattias Kaiser die Handball-Abteilung leitet.

Nachdem die treffsicheren Damen ihren Aufstieg mit einer Magnum-Flasche Sekt gefeiert hatten, verstärkte ein Teil von ihnen die beiden „Legenden“-Teams. Staffelleiter Persch, der zugleich Schiedsrichter ist, informierte die Spieler des Großfeld-Turnieres vorab zum Regelwerk, das sich vom Hallenhandball unterscheidet. Dann zogen die Teams im Sport- und Freizeitzentrum ein. Voran marschierten Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Werner Herold sowie der aktuelle Amtsinhaber Bürgermeister Simon Michler als Bannerträger.

Die beiden sorgten auch für den Anwurf zum Match, das über zweimal zwanzig Minuten ausgetragen wurde. „Die Spielfreude ist so groß und die Kondition anscheinend auch, dass wir von dem zunächst angedachten, jeweils 15-minütigen Einsatz pro Halbzeit, auf 20 Minuten aufrundeten“, informierte Kaiser.

Sportler von 19 bis 80 Jahren

Er dankte der Gemeinde, die den Kunstrasenplatz für das Großfeld-Match so toll präpariert und markiert habe. Jüngster Spieler auf dem Platz war der 19-jährige Timo Günther, der älteste war Wolfgang Zumbühl mit 80 Jahren, den viele Edinger noch aus seiner Zeit als langjähriger Dorf-Arzt kennen.

„Meine vier Enkelsöhne spielen auch mit“, freute sich Altbürgermeister Herold. Drei davon seien im Team mit den blauen Trikots, einer sei bei denen im weißen Dress mit dabei. Herold, lange selbst aktiver Handballer, engagierte sich nach dem Eintritt in den Ruhestand als Übungsleiter bei der Handball-Jugend. Mittlerweile ist der 93-Jährige regelmäßiger Zuschauer bei den Heimspielen der „Edinger Haie“. Die erhielten vor rund 20 Jahren ihre bissfeste Namensgebung.

„Erfinder“ der ballernden „Hai-Society“ war der damalige Abteilungsleiter Klaus Kapp. „Der Name sollte eine Verbindung zum Neckar herstellen. Was in dessen Wassern alles so schwimmt, war allerdings nicht namenstauglich, und so kam ich auf Haie“, erklärte er schmunzelnd.

Am Ende siegten beim Großfeld-Turnier übrigens die „Weißen“. „Wer gewonnen hat, ist echt egal“, freute sich Wolfgang Ding und bemerkte: „Es war ein tolles Gefühl, mit alten Kameraden und aktuellen Spielern über den Platz zu laufen.“ Bevor die Sportler zum gemütlichen Teil übergingen, bat Kaiser noch „alle, die jemals einen Ball in der Hand hatten“, zum großen Jubiläums- Mannschafts-Foto.