Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Rat diskutiert Bauanträge

Debatte über Glasanbau

Archivartikel

Einstimmig hat der Gemeinderat von Edingen-Neckarhausen einem Antrag auf Neubau eines Zweifamilienhauses auf einem rund 580 Quadratmeter großen Grundstück am Neckardamm zugestimmt. Vor dem Gebäude sollen vier Stellplätze entstehen. Sie sollen mit einem sickerfähigen Belag (Ökopflaster, Rasengitter o.ä.) ausgestattet werden. Diese – zunächst als Empfehlung gedachte – Formulierung wollte Birgit Jänicke (OGL) gern in eine Verpflichtung umgewandelt wissen. „Wir können das Baurechtsamt darum bitten“, sagte Bauamtsleiter Dominik Eberle. „Mit Empfehlungen kommen wir auf Dauer nicht weiter“, schloss sich UBL-Rat Stephan Kraus-Vierling an.

Eine längere Diskussion führte das Gremium über ein viel kleineres Bauvorhaben: die Errichtung eines verglasten Garagenanbaus auf einem Grundstück im Rebenweg. Dieses war ursprünglich für zwei Doppelhaushälften gedacht, gebaut wurde aber ein zweigeschossiges Einfamilienhaus. Der Eigentümer hatte dafür die zwei nebeneinanderliegenden Grundstücke erworben und vereinigt. Die Verwaltung sieht deshalb auch kein Problem darin, dass der geplante Garagenanbau ein Volumen von 46 Kubikmeter haben soll. Je maximal 20 Kubikmeter wären schließlich pro Grundstück erlaubt. Damit wäre der Anbau noch sechs Kubikmeter zu groß – aus Sicht des Bauamts vertretbar.

Gemeinderat Thomas Hoffmann (OGL) mochte das nicht nachvollziehen („Es ist nur e i n Gebäude!“), sein SPD-Kollege Andreas Daners hatte Bedenken wegen der überbauten Fläche insgesamt und den Abständen zu den Nachbarn: „Wir müssen sicherstellen, dass ein Nebengebäude und kein Wohnraum entsteht“, sagte er. UBL-Rat Kraus-Vierling wunderte sich über eine Grenzmauer, die offenbar dem Anbau dienen soll, aber im Antrag nicht erwähnt wird. Bürgermeister Simon Michler schlug zwischenzeitlich einen Ortstermin vor, um offene Fragen zu klären – letztendlich stimmten die Räte dann doch ab. Ergebnis: genehmigt bei vier Gegenstimmen. agö

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