Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Förderverein Gemeindemuseum bestätigt Vorstand / Rückblick auf arbeitsreiches Jahr

Designer-Stücke für neue Schau gesucht

Archivartikel

Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Gemeindemuseum im „Friedrichshof“ sprach Fördervereins-Vorsitzender Dietrich Herold rückblickend von einem ereignisreichen und arbeitsreichen Jahr. Das gelte sowohl für den Förderverein als auch für die Aktiven der Interessengemeinschaft Gemeindemuseum (IGM). Letztere hätten mit ihrer knapp dreimonatigen Ausstellung zum Waffenstillstandsabkommen und der Beendigung des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren eine in ihrer Form einzigartige Zeitdokumentation geschaffen.

Der Vorsitzende erläuterte zunächst den Unterschied zwischen tätigen und fördernden Mitgliedern. „Die aktiven Museumsfreunde sind in der IGM zusammengeschlossen, und zwar seit 1995. Der Förderverein Gemeindemuseum wiederum besteht seit 22Jahren und hat die Aufgabe die IGM-Arbeit zu fördern, das geschichtliche Erbe zu pflegen und Ortsgeschichte zu bewahren“, erklärte Herold. Deshalb gebe man auch die in Buchform erschienene „Baustein-Reihe“ oder die zwischenzeitlich vergriffenen alte Ortschronik von Neckarhausen heraus und unterstütze den Erwerb von Museumsgegenständen durch die Gemeinde. Nachdem Baustein Nummer acht in 2018 nicht fertig geworden sei, wolle man ihn in diesem Jahr herausbringen. Dieser Band beinhaltet die 50-jährige Partnerschaft mit Plouguerneau.

Weiter erinnerte der Fördervereinschef an verschiedene Aktivitäten, Veranstaltungen und Initiativen. Den Ausstellungsmacherinnen Elke Kurtzer, Ingeborg Bertsch, Evi Betzwieser, Margot Friedrich, Irene Daners und Hildegard Schneider galt sein besonderer Dank. „Was die Damen mit Unterstützung von Karl Bertsch und Klaus Friedrich ehrenamtlich leisten ist nur zu erahnen, wenn man einmal an ihren Mittwochsrunden teilgenommen hat“, verriet Herold schmunzelnd. Beim Erwerb beziehungsweise der Restaurierung von Bildern für die Ausstellung der Graf-von-Oberndorff-Dauerausstellung sei der Förderverein ebenfalls wieder aktiv geworden. So habe man eines der beiden Kobell-Bilder, das den verheerenden Eisgang von 1784 zeigt, restaurieren lassen und ein Oberndorff’sches Porträt-Bild angeschafft.

200 Mitglieder als Ziel

Aktuell zählt der Förderverein Gemeindemuseum 192 Mitglieder. „Ziel ist es, wieder die Marke 200 zu knacken. Elf Euro Jahresbeitrag bringen die meisten nicht um“, warb Herold um neue Museumsfreunde. Ums Geld ging es auch bei Kassiererin Gabi Schieszl die ein Kassenplus verkündete. Seitens der Kassenprüfer konnte Siegbert Bach „nur Gutes bescheinigen“, worauf Wolfgang Ding die Entlastung des Vorstands einleitete und den Museumsfreunden für ihre Arbeit dankte. Bei den Neuwahlen wurden die Posten jeweils einstimmig vergeben.

Man sei auf der Suche nach besonderen Designer-Gegenständen von 1900 bis in die 70er Jahre als neuer Ausstellungs-Idee, ließ Elke Kurtzer wissen. Gefragt seien etwa Möbel, Gebrauchsgegenstände und Lampen. Thomas Zachlers großer Sammlung von Fußball-Trikots soll als „Stoff der Leidenschaft“ Ende September ebenfalls eine Schau gewidmet werden. „Was jetzt noch fehlt, sind rund hundert Kleiderbügel“, scherzte der Fußball-Fan. fer