Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Fraktionen würdigen Arbeit der Verwaltung in einer unvorhersehbaren Lage

Durchweg Lob für Krisenmanagement

Archivartikel

Wie zufrieden sind die Fraktionen in Edingen-Neckarhausen mit dem Corona-Management ihrer Gemeinde? Die Antwort darauf fällt durchweg positiv aus. Die Befragten zeigen Verständnis für die außergewöhnliche Lage, kritische Bemerkungen halten sich in Grenzen.

„Die Lage war für alle neu“, bricht Klaus Merkle von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL-FDP/FWV) eine Lanze für die Verwaltung und den Bürgermeister: „Die Verantwortlichen, egal an welcher Stelle, sind nicht zu beneiden.“ Jedes Krisenmanagement stoße immer auch auf Kritik, aber: „Ich finde, dass die Verwaltungsmitarbeiter gute Arbeit geleistet und die Situation gut gemeistert haben.“

„Ich möchte dies ausdrücklich loben“, schreibt CDU-Fraktionssprecher Markus Schläfer. Man habe sich nicht treiben lassen, sondern „einen moderaten Weg zwischen allen Verordnungen gewählt“. Manchmal wünsche man sich eine schnellere, flexiblere und bürgernähere Verwaltungsentscheidung: „Aber mit dieser ungewissen Situation ist man wirklich sehr professionell umgegangen und hat die Bürger gut informiert und abgeholt.“

„Unterstützung erfahren“

Auf frühe Initiativen der Offenen Grünen Liste (OGL) für Beschlüsse im Umlaufverfahren und für virtuelle Sitzungen verweist Thomas Hoffmann: „Ansonsten habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit der Gemeindeverwaltung auch in den Zeiten der Pandemie gemacht.“ Er habe immer eine freundliche, zuvorkommende und sehr hilfreiche Unterstützung erfahren.

Weitgehend positiv äußern sich auch Thomas Zachler und Andreas Daners von der SPD: „Dafür, dass keine Erfahrungswerte im Umgang mit einer solchen Pandemie vorhanden sind, gibt es wenig bis nichts zu kritisieren. Klar, besser geht immer. Aber es ist wie so oft im Leben: Hinterher ist man immer schlauer.“ Kritik gibt es allerdings an den Präsenzsitzungen: „Ob es allerdings durchdacht war, die beiden letzten Gemeinderatssitzungen noch in voller Besetzung durchzuführen zu wollen, bezweifeln wir nach wie vor stark.“ Initiativen, das Modell des Rhein-Neckar-Kreises zu übernehmen, seien leider nicht erfolgreich gewesen.

„Da sich die Corona-Lage immer wieder und schnell verändert hat, war rasches Handeln und auch Improvisieren gefragt“, schreibt Edgar Wunder (Linke): „Ich glaube, dass unsere Gemeinde diese große Herausforderung gut gemeistert hat. Jedenfalls wurden keine größeren Fehler gemacht.“ Dass in einer solchen dramatischen Lage ausnahmslos alles perfekt laufe, werde niemand ernsthaft erwarten können.

Persönlich von Corona betroffen war einzig Edgar Wunder (Linke), der bereits Mitte März erkrankte: „Durch diese frühe Erfahrung ergab sich natürlich eine ganz besondere Perspektive.“ Von einem großen Einschnitt spricht Merkle (UBL) angesichts vieler Einschränkungen. „Ich war mehr im Ort unterwegs und habe das auch sehr genossen“, erklärt Schläfer (CDU). „Zum Glück gab es keine Fälle in meiner großen Familie“, zeigt sich Hoffmann (OGL) erleichtert. Dass soziale Kontakte beschränkt werden mussten, nennen Zachler und Daners (SPD) bedauerlich aber unvermeidbar.

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