Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Künstler Andy aus Nizhny Novgorod stellt Neckarkommune in neun Minuten vor / Agentur Sand-Art arbeitet bundesweit

Edingen-Neckarhausen: Imagefilm baut auf Sand

Archivartikel

Fünf Stunden nach der Veröffentlichung auf der Facebook-Seite der Gemeinde war der Film bereits fast 300 Mal aufgerufen. Nachdem der „MM“ den Beitrag am vergangenen Freitag auf seiner Seite geteilt hatte, war schnell die 1000-Marke geknackt. An diesem Freitag zählte das soziale Netzwerk bereits mehr als 4200 Aufrufe des Videos.

Der neun Minuten lange Imagefilm entstand als Auftragsarbeit der Gemeinde und wurde von der Berliner Kreativ-Agentur Sand-Art produziert. Die Premiere erlebten die Mitarbeiter der Gemeinde bei einer internen Weihnachtsfeier. „Das Video ist eingeschlagen wie eine Bombe. Die 140 Leute, die es gesehen haben, waren alle restlos begeistert“, berichtet Christa Pfeiffer vom Personalrat. Den Machern schreibt sie: „Es war soooo toll, was Sie aus unseren Bildern gemacht haben. Spitzenmäßig!“

Mühsame Arbeit

Grundlage für die Produktion waren Skizzen aus dem Rathaus von verschiedenen Ortsansichten und von Personen wie Bürgermeister Simon Michler. Anhand dieser Vorlagen streute und zeichnete Andy Motive wie das Schloss (einschließlich Alexandersittich), den Wasserturm, die Fähre und reizvolle Plätze mit Sand auf den weißen Untergrund. Sogar die alte OEG, die vor 50 Jahren zum letzten Mal durch Edingen fuhr, ist zu sehen. Zwei Wochen lang hat der Künstler an dem Werk gearbeitet.

Andy ist nach Angaben von Sand-Art einer der führenden Künstler für Sandmalerei. Er stammt aus Nizhny Novgorod und absolvierte ein Kunststudium an der Hochschule. Sein kreativer Weg begann schon in der Kindheit, als er erst Tiere, dann ganze Bildkompositionen zeichnete. Später spezialisierte er sich auf eindrucksvolle Animations-Techniken mit Sand, Wasser und Licht, seit 2011 widmet er sich ausschließlich der Sand- und Lichtmalerei.


Video: Edingen-Neckarhausen

„Eine Sandmalerei zu erstellen, ist sehr mühsam und erfordert die Aufmerksamkeit beider Parteien“, erklärt Svetlana Köse die Entstehung dieser Auftragsarbeit: „In der Tat ist das fertige Werk die Vision des Kunden und das Meisterstück des Künstlers.“ Eine gute Idee mache die Hälfte des Erfolgs aus. „Es war uns eine große Freude, die Gemeinde Edingen-Neckarhausen mit Sandmalerei künstlerisch zu unterstützen. Die Erstellung haben wir sehr genossen“, schreibt die Agentur in einem Kommentar zum Video.

Die Sandmalerei dringt nach den Worten von Svetlana Köse allmählich in das kulturelle Leben Deutschlands ein. „Immer mehr Aufträge kommen von Einzelpersonen, Firmen, Kulturämtern, Gemeinden und Stadtverwaltungen.“ Zu ihren Auftraggebern zählen unter anderem der Berliner Senat und die Städte Bad Salzuflen und Visbek.

Neue Technik verwendet

„Eine unvergessliche Landschaft, ein Fluss, ein Zusammenschluss von zwei Gemeinden, der in Form von zwei Puzzles umgesetzt wurde. All dies macht die Gemeinde einzigartig“, schreibt der Künstler, der dies alles aus der Vogelperspektive zeigt und deshalb alle Szenen mit einem fliegenden Vogel verbindet.

„Für uns war es eine große Überraschung, dass die Gemeinde zwei Rathäuser erhalten hat“, erklärt Geschäftsführerin Köse. Dies sei eine einzigartige Visitenkarte. „Das wollten wir in besonderer Weise betonen“. Zum ersten Mal habe man dazu eine komplett neue Technik verwendet. Ab Minute 5:12 wird auf dem Display eines Smartphones vom Schloss Neckarhausen zum Rathaus Edingen gewischt.

Der Film kommt auch bei den Betrachtern gut an. „Super“, kommentiert Elke Huber auf der Facebook-Seite des „MM“ das Projekt. „Echt schön, danke“, schreibt Jürgen Schreck. „Das eigens für die Gemeinde Edingen-Neckarhausen erstellte Video hat unsere Vorstellungen weit übertroffen“, schwärmt Bürgermeister Michler in einem Dankesschreiben. Das Video werde nun für besondere Anlässe verwendet. Gut möglich, dass es auch beim Neujahrsempfang am Donnerstag, 16. Januar, zu sehen sein wird.

Info: Link zum Video unter www.morgenweb.de/edingen

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