Edingen-Neckarhausen

Edingen Der Bruder-Klaus-Chor bereitet sich derzeit auf die Aufführung des Oratoriums „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy vor

„Ein absolut schönes ökumenisches Projekt“

Archivartikel

Mit „Paulus“, einem Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy, startet der Bruder-Klaus-Chor der katholischen Pfarrgemeinde ins 140. Jubiläumsjahr. Das Werk ist das dritte große ökumenische Chorprojekt unter Leitung von Chorleiter Matthias Hartmann. „Wir wollen mit unseren beiden Kirchen-Konzerten am 30. November und 1. Dezember musikalische Glanzpunkte zu Beginn der Adventszeit setzten“, kündigte die Vorsitzende des Chores St. Bruder Klaus, Simone Schaefer an.

Das eigentliche Jubiläumsjahr des Chors ist zwar 2020, aber das Oratorium mit seiner christlichen Thematik passt laut Vorsitzender gut in die Vorweihnachtszeit. Der katholische Kirchenchor existierte in seiner 140-jährigen Geschichte ununterbrochen. Auch während des ersten und Zweiten Weltkriegs verstummte die musica Sacra nicht. „Der Gesang war in dieser schweren und lebensbedrohlichen Zeit sicher ein Trost für die Menschen“, ist Simone Schaefer überzeugt.

Sie trat 1978 als 14-Jährige in den Chor ein und wurde gleich Notenwartin. „Ich wollte schon früher eintreten und mitsingen, aber das war nicht erlaubt“, erinnert sich die Vorsitzende und fügte an: „Schon meine Großmutter war eine begeisterte Sängerin des damaligen Cäcilienchors.“ Zwischenzeitlich sei der Name des Chors der Neuzeit angepasst worden, weshalb man sich nach dem Pfarrpatron der katholischen Pfarrei St. Bruder Klaus benannt habe. Der St. Bruder Klaus-Chor zählt aktuell 26 Sängerinnen und Sänger. Der Älteste ist der bald 90-jährige Karl Wlk. „Unser Chorleiter macht seine Sache einfach gut und nimmt uns Sänger mit, das gilt auch bei so anspruchsvollen Werken wie dem Paulus“, betont der singende Senior.

Bei der Paulus-Aufführung versammeln sich 80 Sängerinnen und Sänger, die Vokalsolisten Anabelle Hund, Esther Valentin, Robert Reichinek und Markus Lemke sowie 39 Musiker der „Kurpfalz-Philharmonie“ im Altarraum der Bruder Klaus-Kirche. Nach der „Jerusalem Passion“ von Murray Wylies 2012 und den Jahreszeiten von Haydn 2015 ist der „Paulus“ nun das dritte ökumenische Chorprojekt unter Leitung von Matthias Hartmann.

Erste Proben im Juni 2018

Neben den Aktiven des Bruder-Klaus-Chores beteiligen sich auch Sänger der evangelischen Kirchenchöre aus Edingen und Neckarhausen sowie aus anderen Chören der Umgebung an diesem Projekt. „Viele der ,Projektsänger’ hatten schon zuvor an den beiden anderen großen Werken mitgewirkt, andere wurden durch „Mund-zu-Mund-Werbung“ auf unser neuestes Chorprojekt aufmerksam“, lässt Matthias Hartmann wissen. Katharina Sacherer bezeichnete das bewegende „Paulus“-Oratorium als „absolut schönes ökumenisches Projekt“ auch über die Ortsgrenzen hinaus. Die Kirchengemeinderätin der evangelischen Kirchengemeinde Edingen ist aktive Sängerin im katholischen Bruder Klaus-Chor.

Die ersten Proben zum „Paulus“ begannen bereits im Juni 2018. „Das Werk ist sehr anspruchsvoll und voller Dramatik im Wechselspiel zwischen Chor und Solisten wird die Geschichte des Apostels Paulus erzählt“, erklärte Hartmann. Paulus, einst ein Verfolger der Christen findet seinen Weg zu Gott, arbeitet als Missionar und wird durch Ungläubige gesteinigt. „Wir hoffen, dass die Aufführung auch eine Werbung für den Chorgesang und vor allem für die Kirchenmusik ist. Über neue Mitglieder und Aktive würden wir uns sehr freuen“, betont Simone Schaefer. fer

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