Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Gemeinde sowie Kultur- und Heimatbund würdigen Blumenschmuck

Ein Meer von Pflanzen für fleißige Grünpaten

Blumen an Fenstern, Balkonen und in Vorgärten, die Fassadenbegrünung sowie die ehrenamtlich gepflegten öffentlichen Pflanzkübel, das alles macht Edingen-Neckarhausen noch schöner und liebenswerter. Das stellte der Vorsitzende des Kultur- und Heimatbundes, Wolfgang Ding, bei der Abschlussveranstaltung des Blumenschmuckwettbewerbs fest. „Ihr Engagement zeigt, dass man der Natur in vielfältiger Weise auch bei sich zu Hause Entfaltungsmöglichkeiten bieten kann“, sagte er den Blumenschmuck-Preisträgern und Pflanzenpaten und würdigte deren Einsatz an der grünenden Front.

„Jeder kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Natur aus dem Straßenalltag oder den Vorgärten nicht verdrängt wird“, konstatierte Ding in der voll besetzten Eduard-Schläfer-Halle. Die Blumenschmuck-Preisträger und ehrenamtlichen Pflanzenpaten seien mit gutem Beispiel vorangegangen. Insgesamt habe die Bewertungskommissionen 743 Blumenschmuck-Preisträger ermittelt.

„Durch Ihre schön gestalteten Balkone, Fensterbänke und Blumenbeete haben Sie unsere Gemeinde aufblühen lassen“, lobte Bürgermeister Simon Michler. Nicht nur das private Umfeld, sondern auch der öffentliche Verkehrsbereich werde durch Blumenschmuck verschönert. „Wir sind sehr dankbar, dass Sie den Bauhof durch ihr Engagement entlasten“, wandte sich das Ortsoberhaupt an die Blumenpaten. Aktuell liegt die Anzahl der ehrenamtlichen Gärtner bei 80. Erstmals wurden sie im Rahmen des Blumenschmuckwettbewerbs für die Gestaltung und Pflege von öffentlichen Pflanzbeeten und -kübeln geehrt.

Grünendes und Blühendes trage aber nicht nur zur Ortsverschönerung bei, es stelle für verschiedene Insektenarten auch Nahrungsquelle und Unterschlupf dar. Der Obst- und Gartenbauverein Edingen sowie die Gemeinde seien durch die Beteiligung an Projekten oder dem Anlegen neuer Biotope ebenfalls an der „Natur nah dran“.

An diesem Thema dran bleiben will der Bürgermeister auch privat: „Wir hatten zwar zwei schöne Hortensien im Vorgarten, aber damit waren wir noch nicht preiswürdig. Im kommenden Jahr soll es bei uns zuhause weiter aufblühen“, versprach das Ortsoberhaupt.

Musikalisch wurde der Abend durch das Gesangs-Duo Katja Friedenberg und Rüdiger Skoczowsky sowie Thomas Höhl am Klavier gestaltet. Das Trio begeisterte mit der Interpretation von Filmmusiken. Aber auch „der kleine grüne Kaktus“ durfte als Reverenz an die Pflanzenfreunde nicht fehlen.

Mit Ausstellungen im Gemeindemuseum befasste sich der Dia-Vortrag der Fotogruppe. Foto-Freund Rainer Ludat gewann der ehrenamtlichen Arbeit der IG Museum-Aktiven nicht nur die fotogene Seite ab, er gab auch einen Einblick in die weit verzweigte Familiengeschichte der Grafen von Oberndorff: Laut Ludat bildet sie „den Stoff aus dem man leicht einen Abenteuerroman schreiben könnte“.

Wahre Blütenträume wurden dann zum Abschluss der Veranstaltung wahr. Kulturreferentin Inge Herold bat die Preisträger nach vorne. Sie konnten aus einem Meer aus Alpenveilchen, Azaleen, Orchideen, Weihnachtssternen und Grünpflanzen wählen.

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