Edingen-Neckarhausen

Edingen „Bürger in Aktion“ übergeben Kerwe-Erlös an den Schlössel-Förderverein / Akustik im großen Saal soll verbessert werden

Eine Spende, die man hören soll

Archivartikel

Buchstäblich etwas auf der Pfanne hatten die „Bürger in Aktion“ bei ihrer Straußwirtschaft an Kerwe im Edinger Schlössel. Am Kirchweih-Wochenende bot die ehrenamtliche Koch-Brigade wieder Leckereien aus Küche und Keller. Vom Reinerlös der Veranstaltung profitierte der ehemalige Adelssitz. An beiden Tagen wurde dort die gut bürgerliche Küche zelebriert. Mit 1069 Euro unterstützte die kochfreudige „Bürger-Initiative“ den Förderverein Edinger Schlössel in dessen Bemühen um den Erhalt des historischen Kleinods.

„Wir waren total ausverkauft, und den Leuten hat es geschmeckt“, freute sich der Chef-Organisator der Gruppe, Hermann Rommel, bei der Spendenübergabe. Aber auch bei den „Bürgern in Aktion“ gilt die alte Fußballer-Regel, der „Star ist die Mannschaft“. Das gesamte Team, bestehend aus fünf Ehepaaren, war an Kerwe am Kochtopf und im Service im Einsatz: Jutta und Klaus Ullrich, Bärbel und Helmut Schmohl, Karl-Heinz und Elvira Ruf, Heidrun Lang-König und Volker König sowie Hermann Rommel und Elisabeth Grasberger. „Zudem war uns Michael Mühlbauer zur Hand gegangen, der ebenfalls mit Begeisterung am Herd steht“, ließ Rommel wissen. Von Wildschwein-Frikadellen über Fisch mit Kräuterkruste bis hin zu dreierlei Knödel-Varianten als vegetarischer Alternative war für jeden Geschmack etwas dabei. Bedient wurde im großen Saal des Schlössels, der zwischenzeitlich nahezu fertiggestellt ist. „Die ,Bürger in Aktion’ haben sich sehr viel Mühe gegeben und ein kulinarisch attraktives Angebot geschaffen. Der Zuspruch war ausgezeichnet, so dass wir uns über einen hohen Spendenbetrag freuen dürfen“, dankte Fördervereins-Vorsitzender Hans Stahl der Gruppe. Mit dem Geld wolle man die Akustik im großen Saal verbessern. Außerdem wolle man weitere Sitzgelegenheiten anschaffen. „Wir unterstützen die Gemeinde als Eigentümerin des Edinger Schlössels im Rahmen unserer Möglichkeiten“, betonte Stahl und fügte an: „Spenden wie diese sind deshalb immer hoch willkommen.“

Nutzungskonzept in Arbeit

Langsam, aber sicher sieht der große Saal auf der Beletage seiner Vollendung entgegen. „Die Wände müssen noch gestrichen und die Nachahmungen der historischen Türen installiert werden, dann sind die aufwendigen Arbeiten im Schloss-Saal beendet“, ließ Stahl wissen. „Was lange währt, wird endlich gut“, scherzte Hermann Rommel. Mit der Kerwe-Straußwirtschaft habe man „Leben ins Schlössel“ bringen wollen. Das will künftig auch der Förderverein, und deshalb soll laut Stahl ein Nutzungskonzept für den großen Saal entwickelt werden.

An der Edinger Kerwe werden ihn wieder die „Bürger in Aktion“, für ihre Straußwirtschaft nutzen. „In diesem Jahr organisieren wir drei Veranstaltungen: Neben der Kerwe-Straußwirtschaft sind dies der Markt in St. Michael im November sowie die Weinmesse im Neckarhäuser Schloss am 25. April“, informierte Hermann Rommel. fer

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