Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Gedenkstein bei der Fischkinderstube enthüllt / Sonnensegel mitfinanziert

Erinnerung an Spenderin

Archivartikel

„Tolles Wetter und ein schöner Termin“, freute sich Landrat Stefan Dallinger bei seinem Besuch der Fischkinderstube. Anlass war die Enthüllung eines Gedenksteins mit der Inschrift „Sheilas Sonnensegel“. Der Stein soll an die mehrfachen Privatspenden der Eheleute Brune und damit auch an die Mitfinanzierung des Sonnensegels erinnern, das jetzt Sheila Brunes Namen trägt.

„Das hier ist bereits der dritte offizielle Termin, zu dem wir in diesem einzigartigen Biotop zusammenkommen“, stellte Bürgermeister Simon Michler im Beisein des Landrats, mehrerer Gemeinderäte und Verwaltungsbediensteter fest. Er ging noch einmal kurz auf die Anfänge der Fischkinderstube ein. Erste Überlegungen zur Realisierung eines solchen Projekts habe es bereits 2004 gegeben. Dessen Umsetzung verzögerte sich jedoch aufgrund der fehlenden Finanzierung. Erst durch einen Zuschuss des Landes von 85 Prozent sowie Spenden der Fischerei von 300 000 Euro und der großzügigen Privatspenden von Sheila und Carl-Horst Brune, teilweise mit Unterstützung von Traudl Engelhorn-Vechiatto, konnte man das Vorhaben vorantreiben.

Summe von 600 000 Euro

„Anlass für unsere heutige Zusammenkunft ist eine weitere 100 000 Euro-Spende, die von Carl-Horst Brune eingegangen ist“, informierte der Bürgermeister. Insgesamt bezifferte Michler die Spendensumme auf 600 000 Euro. Weitere 100 000 Euro werden als abermalige Spende Brunes noch folgen. „Das Geld ist unterwegs und soll aufgeteilt in 10 000 Euro pro Jahr dem Unterhalt der Fischkinderstube dienen“, konstatierte Michler. Leider sei Carl-Horst Brune in diesem Jahr verstorben. Die Enthüllung eines Gedenksteins in Erinnerung an seine ebenfalls verstorbene Frau habe für den Witwer und seine Familie aber Bedeutung gehabt.

„Laut ihrem Ehemann hat Sheila Brune über ein sonniges Gemüt verfügt, weshalb die Bezeichnung ’Sheilas Sonnensegel’ eine nachhaltige Erinnerung an die Verstorbene darstellt“, bemerkte Michler. Noch sei der Bau der Fischkinderstube nicht abgerechnet, aber man gehe von einer Gesamtsumme von 3, 7 Millionen Euro aus. „Nicht nur im Wasser tummelt sich mit zwölf Fischarten viel Leben, auch von der Bevölkerung wird das Areal gut angenommen“, freute sich Michler. Zum Glück halte sich der Vandalismus bislang in Grenzen, der Verursacher der Schmierereien sei gefasst worden, ließ Michler wissen. Er dankte Landrat Stefan Dallinger, der von Beginn an ein Förderer des Projekts gewesen sei. Dallinger würdigte das Engagement der Spender, die zur Realisierung dieses Neckar-Seitengewässers beigetragen haben.

„Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich hierher komme; besonders das Grüne Klassenzimmer ist eine gelungene Sache“, lobte der Landrat. Der damalige Bürgermeister Roland Marsch habe sich besonders für die Fischkinderstube eingesetzt und ihn immer wieder auf die Bedeutung des Projekts hingewiesen. „Herausgekommen ist ein ökologisch wertvolles und landschaftlich reizvolles Areal sowie ein ’Trittstein’ zwischen den Ortsteilen“, fasste Dallinger zusammen. fer