Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Gut besuchte Weinmesse im Schloss / „Bürger in Aktion“ spenden Erlös an den Sozialfonds der Gemeinde

Feine Tröpfchen im vornehmen Ambiente

„Aktuell könnte man den Zuspruch mit „Full-House“ umschreiben“, scherzte Hermann Rommel seitens der „Bürger in Aktion“. Die genussfreudige, ehrenamtlich agierende Gruppe hatte zu ihrer fünften Weinmesse ins Neckarhäuser Schloss eingeladen. Auf der Beletage des ehemaligen Adelssitzes lustwandelten zahlreiche Weinkenner und solche, die es werden wollten.

Hervorragende Weine, das stilvolle Ambiente und begeisterte Besucher gestalteten das Event zu einem vollen Erfolg. Davon profitiert auch der Sozialfonds der Gemeinde, dem der Reinerlös der Veranstaltung zugute kommt.

Das Publikum konnte abermals im erweiterten Rahmen seine Kreise ziehen. Neben dem großen und kleinen Sitzungssaal zählte wie im Vorjahr der Kultursaal zum „Messegelände“. Nach Zahlung eines Obolus´ gab es für jeden Gast ein großes Weinglas, das aber weniger zum „großen“ Trinken, sondern vielmehr zum feinen Genießen einladen sollte. „Die Weine von 2018 sind ein wunderbarer Jahrgang“, ließ Matthias Schmidt vom Weingut Rosenhof in Ladenburg wissen und bemerkte: „Die Sonne hat sich positiv auf die Qualität ausgewirkt. Reben lieben eben Wärme, das ist genauso wie bei uns Menschen.“

Sie sei auf der Suche nach einem fruchtigen Weißwein fündig geworden, freute sich Maryvonne Le Flecher, die man unter anderem als Organisatorin der Pflanzenbörse kennt. Ihr Favorit namens „Gazelle“ stammte aus dem Rheinhessischen Westhofen. „Eine tolle Veranstaltung mit hochwertigen Weinen und einer super Organisation“, lobte Hauptamts-Mitarbeiter Klaus Kapp die ehrenamtlich Aktiven.

Nachdem die „Bürger in Aktion“, 2015 im Jahr des großen Doppeljubiläums der Gemeinde erstmals eine Weinmesse organisierten, entwickelten sie daraus ein Erfolgsmodell. „Vom Essen und Trinken verstehen wir etwas, das ist unser Metier“, erklärte Hermann Rommel. Der pensionierte Berufsschullehrer sowie seine Mitstreiter kochen gerne kreativ und wissen auch ein gutes Glas Wein zu schätzen.

Die Besucher gönnten sich aber nicht nur manches Schlückchen Wein, sondern auch einen Schluck Wasser zwischen den einzelnen Probierständen. Auch an diversen Sektsorten konnten sie nippen. „Der Sekt steht Champagner in nichts nach“, lobte Gemeinderat Eberhard Wolff die hervorragende Qualität. Nicht nur die prickelnden Sekt- und Weingeister, sondern auch das noble Umfeld aus der Grafenzeit trägt zum Erfolg der Weinmesse bei.

„Ich bin zum ersten Mal hier und bin begeistert vom Ambiente“, schwärmte Andre Stecher vom Weingut Schloss Schönberg. Aus der Pfalz, dem Kraichgau, Rheinhessen sowie von der badischen und hessischen Bergstraße waren Winzer ins altehrwürdige Schloss gekommen.

Damit das Verkosten buchstäblich „Biss“ hatte, bot der Edinger Kult-Bäcker Peter Kapp seine preisgekrönten Brot-Spezialitäten an. Mit einem Stückchen Brot zwischendurch als „handfester“ Grundlage bewegten sich die Gäste durch den üppigen Wein-Parcours: Brot und Wein ist bekanntlich eine Verbindung mit langer Tradition. fer