Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Karnevalverein Kummetstolle feiert mit knapp 1000 Besuchern zünftiges Oktoberfest im Zelt auf dem Parkplatz des Freizeitbades

Fesche Madl und Kerle in Lederhosen

Archivartikel

„Und dann die Hände zum Himmel und lasst uns fröhlich sein.“ Die Partyband Frontal sorgte beim Oktoberfest des Karnevalvereins Kummetstolle (KVK) musikalisch für jede Menge Stimmung. Da gingen nicht nur Hände und Arme nach oben, die Besucher standen binnen kurzem auf den Bänken. Bereits zum dritten Mal organisierten die Karnevalisten das bayerische Traditionsfest am Neckar. Es war ein stimmungsvoller Super-Knaller der knapp tausend Personen ins Festzelt auf dem Parkplatz des Freizeitbades gelockt hatte.

„Heute sind wir alle Bayern“, scherzte eine Besucherin. Fesche Dirndl und stramme Kerle in Krachledernen drängten gleich scharenweise ins Zelt. Wer sich nicht vorab um Karten gekümmert hatte, blieb buchstäblich außen vor, das Event war seit Wochen ausverkauft. Alexandra Sattler hatte sich schon einmal mit Papier-Armbändchen eingedeckt, die sie den Karten besitzenden Besuchern ums Handgelenk band. Zusammen mit Christian Kick, Timm Hartwig, Uwe Hartwig, Michael Betzwieser, Carsten Schüßler und Matthias Jakel zählt sie zum Organisations-Team.

„Mit Herzblut bei der Sache“

„Es ist schon etwas besonderes, dass ein Verein eine solche Großveranstaltung stemmt. Wir sind alle mit viel Herzblut bei der Sache“, gestand Alexandra Sattler. Unterstützt von zahlreichen Helfern erwarb sich die „Kummetstolle-Familie“ wieder viele Sympathien am Ort und darüber hinaus. „Bei unserem ersten Oktoberfest vor zwei Jahren aus Anlass unseres Jubiläums erhielten wir ein Super-Feedback, das hat uns animiert weiter zu machen“, berichtete Kummetstolle-Vorsitzender Timm Hartwig. Mit stetig steigendem Erfolg.

„Wir geben alles, wir geben Vollgas, damit Sie heute Abend ein richtig geiles Fest feiern können“, rief Hartwig zuvor bei der Begrüßung den Besuchern zu. Nachdem DJ Christopher Freund zunächst für Stimmung sorgte, trieb die Band „Frontal“ den Stimmungs-Pegel weiter in ungeahnte Höhen. Da war nicht nur Mayor Tom „völlig losgelöst“ und bei Nenas „99 Luftballons“ hoben auch die Besucher ab. „Tolle Atmosphäre, tolle Musik“, lobte Gemeinderätin Gabi Kapp den phonstarken Rhythmus und fügte an: „Da kommt man als Edingerin gerne nach Neckarhausen.“

2500 Liter Bier geordert

An den Zapfanlagen hatte man inzwischen ebenfalls voll aufgedreht. „Das ist richtiges Oktoberfest-Bier und die ersten 250 Liter sind schon weg“, ließ der Gerstensaft zapfende Kummetstolle-Präsident Marius Ebert wissen. An zehn Zapfstellen wurde die Maß Bier buchstäblich vollgemacht. Dass das süffige Gebräu zu schnell zur Neige ging, war allerdings nicht zu befürchten, man hatte 2500 Liter davon geordert. Kulinarisch wurde ebenfalls dem bayerischen Vorbild nachgeeifert. Ein Caterer aus Heidelberg brutzelte Haxen Bratwürste und weitere Schmankerl, damit den feierfreudigen Oktoberfest-Fans beim Maßkrug stemmen nicht die Energie ausging. Da gab es mehr als einmal ein „Prosit auf die Gemütlichkeit“, andere formierten sich spontan zur Polonaise durch das Zelt, bevor es dann „atemlos“ dem Feierabend entgegenging.

Gegen 23.30 Uhr wurden der Bierhahn und die Musik abgedreht. „Das machen wir aus Rücksicht auf die Nachbarschaft. Ich hoffe, dass damit alle gut leben können“, betonte Timm Hartwig.

Zum Thema