Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Jugendgemeinderat will ÖPNV-Angebot attraktiver gestalten / Lagerraum gesucht

Für besseren Takt beim Bus

Archivartikel

Der Jugendgemeinderat (JGR) Edingen-Neckarhausen macht sich weiter für Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr stark. Nach den Worten der Vorsitzenden Finja Kettner geht es dabei um eine bessere Koordinierung der Buslinie 42 und der Bahn, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

In der ersten Sitzung 2020 bewältigte das Gremium eine umfangreiche Tagesordnung. Rund zwei Stunden arbeiteten sich die Ratsmitglieder durch die Agenda. „Beim Fest der Kulturen am 15. März seid Ihr wieder Mitveranstalter. Macht Euch schon einmal Gedanken darüber, was ihr anbieten wollt“, regte Jugendsozialarbeiter Werner Kaiser an. Dieses Mal will der JGR nicht nur die Waffeleisen dampfen lassen, sondern sich auch ans Crêpes-Backen wagen. „Um 12 Uhr beginnt die Bewirtung, wer hilft mit?“, bat JGR-Vorsitzende Finja Kettner um Unterstützung: „Wir machen einen Schichtplan.“

Auch bei der Jubiläumswoche aus Anlass des 45-jährigen Bestehens des Jugendzentrums „Juz 13“ klinkt sich der Jugendgemeinderat ein. Bei einer Konzertveranstaltung am 7. März will er sich um die Verpflegung kümmern. Die Versammlung einigte sich auf Burger, auch in fleischloser Form, und Pommes. „Am 8. März bieten wir Kaffee und Kuchen an. Wir backen selber, wer backt Kuchen?“, fragte Finja Kettner in die Runde. Auch beim Aktionstag „Lebendigen Neckar“ ist der JGR mit von der Partie. Oberhalb des Neckarhäuser Fährkopfes will man sich vor der Max-Hütte positionieren, die das Jugendgremium generalüberholt hatte, um Wassereis und Blumensamen zu verschenken.

Die Vorsitzende informierte weiter über den aktuellen Sachstand in Sachen Buslinie 42. Bekanntlich ist es ein Anliegen des JGR, dass die Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) den Busbetrieb in Verbindung mit der Bahn besser koordiniert, damit sich für Neckarhäuser Schüler und Pendler unnötige Wartezeiten vermeiden lassen. Sie habe ein Schreiben an die RNV aufgesetzt, das sie Bürgermeister Simon Michler beim nächsten Gesprächstermin mit dem Jugendgemeinderat vorlegen werde, erklärte die Vorsitzende. Dabei soll auch der Wunsch nach einem Lagerraum erneut zur Sprache kommen. „Im Rathaus können wir wie bisher die Räumlichkeiten für unsere Sitzungen nutzen, das reicht uns. Wir würden aber gerne unsere Utensilien an einem Ort lagern, damit sie nicht privat untergebracht werden müssen“, erklärte Finja Kettner. Bevor man wisse, welche Raumgröße benötigt werde, wolle man noch diverse Anschaffungen aus dem Etat des JGR tätigen. „Damit wir unabhängig sind und nicht immer Werner Kaiser bei jeder Kleinigkeit nerven müssen“, hieß es.

Um medial präsenter zu sein, wurde der Presseausschuss neu besetzt. Neben Constantin Schwarz, der sich vorrangig um die Erstellung der Homepage kümmert, erklärten sich Annika Baumbusch und Maria Ritter zur Mitarbeit bereit. Konkretisiert wurde auch die Planung für die beiden Jugendforen. Das erste soll am Mittwoch, 23. September, in der Graf-von-Oberndorff-Schule stattfinden, das zweite ist für Freitag, 25. September, im Edinger Rathaus angesetzt.

Um Werbung für den JGR zu machen, wolle man auch die vierten Klassen der örtlichen Grundschulen besuchen. „Die meisten der Schüler werden dann in 2021 zwölf Jahre alt sein und könnten im Wahljahr für den Jugendgemeinderat kandidieren“, ließ Finja Kettner wissen: „Zuvor benötigen wir für dieses Vorhaben aber die Zustimmung.“

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