Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Waltraud und Herbert Hübner feiern Diamantene Hochzeit / Früher gern auf dem Hockenheimring

Für seine Gattin täglich am Herd

„Zunächst galten wir als „Zugereiste“, aber zwischenzeitlich sind wir voll „integriert“, scherzten Herbert und Waltraud Hübner. Die beiden gebürtigen Mannheimer wohnen seit rund 50 Jahren in Neckarhausen. Heute, am 6. Februar, feiert das Ehepaar seine Diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren halten die beiden eisern zusammen – in guten wie in schlechten Zeiten.

„Mein Mann ist mein Pfleger, ohne ihn wäre ich hilflos“, gesteht Waltraud Hübner. Nach einer Lungen-Operation sitzt sie im Rollstuhl und ist auf die Unterstützung ihres fürsorglichen Gatten angewiesen. „Wir sind aber froh, dass wir noch gemeinsam in unserem Haus leben können, das ist für uns ein großes Glück“, bekennen die beiden.

Regelmäßig besucht die Eltern auch Tochter Birgit, die in Schriesheim als Heilpraktikerin arbeitet. Nachdem Herbert Hübner gewissermaßen zum Hausmann geworden ist, steht er mit seinen 86 Jahren auch täglich am Herd. „Seit kurzem backe ich sogar, Käsekuchen ist meine Spezialität“ verrät der Senior schmunzelnd. „Er versorgt mich prima“, lobt seine drei Jahre jüngere Gattin die Kochkünste. Man wachse eben mit seinen Aufgaben, das gelte auch im Alter, wiegelt der Hausherr bescheiden ab. Bis zu ihrer Erkrankung habe ja seine Frau den Haushalt gemanagt, jetzt sei eben er dran.

In jungen Jahren ließen sich der Kfz-Elektriker und seine Waltraud, die als Friseurin gearbeitet hat, nicht nur auf der heimischen Terrasse den Wind um die Nase wehen. „Wir hatten ein eigenes Motorrad und fuhren gerne zum Hockenheimring, um uns die Rennen anzusehen, da haben wir richtig mitgefiebert“, erzählt Herbert Hübner. Auch das Städtchen Hirschhorn zählte zu den beliebten Ausflugszielen der Mannheimer. Und nachdem es beruflich weiter aufwärts gegangen ist, hatte man auch weiter verreisen können, als ins Neckartal. Ein „Städter“ sei er eigentlich nie gewesen, und den Umzug nach Neckarhausen hätten er und seine Frau daher nie bereut, versichert der Jubilar. Hier schätze man die Ruhe und die gute Nachbarschaft.

Regelmäßige Lektüre des „MM“

Keine ruhige Kugel schob er indes als Sportkegler bei der DJK, während seine Frau beim ASB-Frauenchor mitsang und sich beim TV Neckarhausen sportlich fit hielt. Zwischenzeitlich schaut man sich den Sport nur noch in Fernsehen an. Um geistig beweglich zu bleiben, lesen beide gerne. Über Lokales und Globales informiert sich das Ehepaar auch aus der Zeitung: „Seit über 30 Jahren haben wir den Mannheimer Morgen abonniert, er ist unser täglicher Begleiter“, erzählt Herbert Hübner und fügt an: „Und dass wir an unserem Ehrentag ein Plätzel im Blatt finden ist doch eine schöne Sache.“