Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Alexander Jakel (SPD) tritt das kommunalpolitische Erbe seines Vaters Wolfgang an

„Fußballheld“ liebt Sport und Kochen

Alexander Jakel (29) ist Fußballer aus Leidenschaft. Schon in seiner Jugend hat er aktiv gespielt, später dann die Jugend trainiert und betreut. Auch heute noch geht er gerne kicken – sofern er mal Zeit dafür findet. Meistens spielt der neue SPD-Gemeinderat aber am Tischkicker, der im Garten seines Hauses in der Neugasse steht.

Hier im alten Ortskern von Neckarhausen ist er groß geworden, hier lebt er heute mit seinem Bruder und seiner Großmutter zusammen im Haus, die Eltern sind im Haus nebenan daheim. Das ist Mehr-Generationen-Wohnen, wie es immer wieder propagiert wird. Ein kleiner ovaler Pool im Hof dient an heißen Tagen als willkommene Abkühlung. „Man kann aber auch richtig darin schwimmen, der ist 1,50 Meter tief“, wie Jakel versichert: „Das geht dann halt im Kreis.“

Schon früh engagiert

Bereits früh hat sich Jakel ehrenamtlich engagiert, in verschiedenen Vereinen und in verschiedenen Positionen. „Von Jugend- und Abteilungsleitung über Trainer bis hin zur Homepage-Pflege habe ich schon alles gemacht“, erzählt er. Auch in der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) war er aktiv, hat jahrelang das Sommerlager organisiert und selbst für die Jugendlichen gekocht. „Just in Time für 50 Leute Essen zuzubereiten, das ist schon eine Herausforderung“, erinnert sich Jakel. Eine Leidenschaft, die ihm geblieben ist, wie der große Grill und der Smoker zeigen. Er bevorzugt die italienische Küche, legt aber auch gerne etwas auf den Rost. Oder in den Smoker. „Da kann man schon sehr leckere Sachen machen“, schwärmt Jakel: „Spareribs zum Beispiel.“ Fünf bis sechs Stunden muss das Fleischstück mit Knochen darin liegen, bis es richtig zart ist.

Genauso viel Herzblut wie ins Kochen steckt der gelernte Bankkaufmann und Finanzwirt in den Fußball. Gespielt hat er schon auf fast allen Positionen, sei es als Torhüter, im Sturm, oder in der Verteidigung. „Alles bis auf Mittelfeld“, fasst er zusammen. Dass es heute sechs Fußballvereine in der Gemeinde gibt, ist ein Unding, sagt der 2017 vom DFB zum „Fußballheld“ gekürte Jakel: „Ich bin ein absoluter Verfechter von einem einzigen Fußballverein in der Gemeinde.“ Er selbst hat die Fusion der ballspielenden Vereine DJK und Fortuna vorangetrieben. „Nach und nach können alle in der Gemeinde mehr zusammenrücken und Synergieeffekte nutzen“, betont Jakel: „Die Feuerwehr hat es vorgemacht.“

Weitblick braucht der seit Jahren überzeugte Sozialdemokrat auch bei einem anderen Hobby, das er erst vor vier Jahren für sich entdeckt hat: „Ich spiele sehr gerne Golf.“ Eine Sportart, die mit vielen Vorurteilen behaftet sei, wie er gesteht. „Aber das ist wirklich anspruchsvoll“, versichert Jakel, „und es fördert die Hand-Augen-Koordination.“ Ob er jetzt auch in der Gemeinde einen Golfplatz will? – Jakel lacht. Dafür sei die Gemarkung dann doch zu klein.

Noch Single

Im Moment geht der neue SPD-Gemeinderat als Single durchs Leben. „Die Richtige hat sich noch nicht gefunden“, verrät er lächelnd, dass dahinter keine Überzeugung steht. Sehr viel Zeit für eine Partnerin hätte der Vizepräsident der Kummetstolle-Karnevalisten im Moment vermutlich nicht. Denn trotz seiner vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben ist er gerade dabei, sich neben seiner Beschäftigung bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord zum Wirtschaftsfachwirt fortzubilden.

Wie er das alles schafft? „Reine Organisationssache“, betont er. Ein Talent, das er ganz sicher auch am Ratstisch gebrauchen kann. Dort hat er übrigens seinen Vater Wolfgang Jakel abgelöst, der nicht erneut kandidierte. Die Kommunalpolitik ist ihm also sozusagen in die Wiege gelegt. Dass er auch am Tischkicker ein echtes Talent ist, beweist er beim Duell gegen den „MM“-Redakteur mit einem klaren 10:6-Sieg.

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