Edingen-Neckarhausen

Edingen Sommerfest der Sängereinheit / Vorsitzender Herbert Jung hofft auf Zuwachs

Grillmeister kommen ins Schwitzen

Archivartikel

Als die größte Hitze vorbei war, füllten sich rasch die Bankreihen beim Sommerfest der Sängereinheit Edingen. „Mitten im Dorf, vor unserem Vereinsheim Friedrichshof, feiert es sich am Schönsten, das ist ein idealer Treffpunkt“, stellte Vorsitzender Herbert Jung fest. Das sahen die zahlreichen Besucher genauso. Die Sänger verwöhnten ihre Gäste kulinarisch und musikalisch.

Dank Straßensperrung gestaltete sich das Sommerfest auch zum Straßenfest. Der Verein hatte auf der autofreien Zone Tische und Bänke aufgestellt, die zum gemütlichen Verweilen einluden. „Wir Männer haben aufgebaut und die Frauen haben uns dabei unterstützt“, schilderte Jung das Teamwork. Man wolle sich beim Sommerfest vor allem gut präsentieren. „Es wäre schön, wenn der ein oder andere dann vielleicht doch Interesse am Singen bekäme“, hofft Jung auf Zuwachs.

Ein Ehepaar aus Bangladesch hat immerhin den Weg zur Sängereinheit gefunden „Meine Nachbarin Elisabeth Müller hat mich singen gehört, worauf sie mich und meinen Mann mit dem Chor bekanntgemacht hat“, erzählt Sharmistha Mahmud und fügt an: „Es macht Spaß bei der Sängereinheit zu singen.“ Der Gesang ist für die beiden Elektrotechniker ein schöner Ausgleich zu ihrem Beruf.

Manfred Hemberger als Solist

Musikalische Kostproben gaben Männerchor und gemischter Chor unter der Leitung ihrer Dirigentin Peny Bauer. „An meiner Hose spannt ein Knopf“, sangen die Männer ein witziges Lied, das sich mit dem Bauchumfang befasst. Solistisch glänzte Manfred Hemberger in der Rolle des Vollschlanken.

Für Abnehmwillige war das Sommerfest aber sicher nicht die richtige Adresse. An Grill und Fritteuse kamen Karl Schläfer, Ingrid Schläfer, Gerdi Häfner und Arno Falk ganz schön ins Schwitzen. „Steaks und Pommes waren prima“, lobte ein Gast die Grillmeister. Auch Wurstsalat und selbst gemachter „Obatzter“ kamen gut an. Den Kaffee- und Kuchenbetrieb hatte man in den Gastraum des „Friedrichshof“ verlegt. Die Auswahl an gestifteten Kuchen war „allererste Sahne“. Der Verkauf und auch das „Mitnehm-Geschäft“ florieren“, ließ Brigitte Walter wissen.

Das alles so rund lief, war auch dem Wirts-Ehepaar Müller zu verdanken, das an diesem Tag auf den Wirtschaftsbetrieb verzichtete. „Wir konnten den Gastraum sowie die Gartenwirtschaft für unsere Zwecke nutzen. Auch die Kühlung der Getränke war gewährleistet“, erwähnte Herbert Jung dankbar.

Neben den eigenen Gesangsbeiträgen sorgte Peter Brill an der Wersi-Orgel für Unterhaltung. „Ich spiele Hits und Evergreens. Aber nix Verrücktes, sondern Melodien die zu den meist älteren Gästen passen“, erklärte der Musikus und schwärmte dann schon einmal musikalisch „Aber dich gibt’s nur einmal für mich.“

„An Festen wie diesen wollen wir nicht groß verdienen, sondern die Gäste vor allem gut bewirten und die Kontakte als ortsverbundenen Verein pflegen“, erklärte Herbert Jung. Aber natürlich freue man sich, auch wenn etwas hängenbleibe. „Den Betrag verwenden wir dann für das Stimmen vom Klavier oder für die Anschaffung von Noten“, erklärte der Vorsitzende. fer