Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Horst Göhrig nach 43 Jahren in den Ruhestand verabschiedet / Bürgermeister würdigt seine Arbeit

„Hatte den besten Bauamtsleiter“

Archivartikel

„Sie waren stets ein vorbildlicher Mitarbeiter und haben die Arbeit immer voller Engagement und Herzblut ausgeübt“, würdigte Bürgermeister Simon Michler Bauamtsleiter Horst Göhrig. Nach 43-jähriger Rathaustätigkeit gestaltete sich dessen Verabschiedung in den Ruhestand als Laudatio auf einen fachlich hochqualifizierten Mann, der mit seiner angenehmen Wesensart auch menschlich zu überzeugen wusste.

„Im Laufe ihrer Tätigkeit können Sie auf über 700 Gemeinderats- und Technische Ausschuss-Sitzungen zurückblicken. Ihr beruflicher Werdegang ist geprägt von Kontinuität und deshalb schnell vorgetragen“, konstatierte das Ortsoberhaupt.

Nach seinem Einstieg bei der Gemeinde 1975 und bestandenem Studiengang als Diplom-Verwaltungswirt hatte sich Göhrig 1979 für den gehobenen Verwaltungsdienst qualifiziert und war bereits damals im Bauamt aktiv. Seit 1996 ist er dessen Amtsleiter. Ferner sei er von 2010 bis 2018 im Nachbarschaftsverband und von 1993 an auch als Standesbeamter tätig gewesen, listete Michler auf. Seit 2016 ist Göhrig zudem innerdienstlicher Vertreter des Bürgermeisters. „Ich habe mich in den gut zwei Jahren seit meinem Amtsantritt immer auf Sie verlassen können, wenn ich Sie gebraucht habe“, betonte Michler. Während seiner Zeit bei der Gemeinde habe Göhrig viele Projekte mit auf den Weg gebracht. Unter anderem sei die Ortskern-Sanierung, verschiedene Baugebiete, aber auch die Biotopvernetzung sowie das Vermitteln von umweltbewusstem und nachhaltigem Handeln in der Gemeinde vorangetrieben worden.

„Dank ihrer persönlichen Stärken und ihrer Freude an der Arbeit kann man sagen, dass wir den besten Bauamtsleiter hatten, den man sich in den vergangenen 22 Jahren hätte vorstellen können. Hinzu kommt, dass Sie immer freundlich, teamfähig und belastbar waren und ihren Standpunkt überzeugend vertreten konnten“, würdigte Michler Göhrigs fachliche und menschliche Qualitäten. Mit der gleichen Intensität habe er seinen Nachfolger Dominik Eberle an seine Aufgabe herangeführt. Als Dank für die hervorragend geleistete Arbeit und Zeichen der Anerkennung durfte sich Göhrig über einen Geldbetrag für ein E-Bike freuen.

In Anbetracht von Göhrigs Hobbys, für die er ja jetzt mehr Zeit hat, wünschte auch Gemeinderat Thomas Zachler allseits „viel Luft auf dem Fahrradreifen.“ Der SPD-Fraktions-Chef sprach namens aller Fraktionen und Gemeinderäte. Er bezeichnete den scheidenden Bauamtsleiter als einen profunden Kenner, Ratgeber und Aufklärer wenn es um die komplexe Materie von Baurecht, Hoch- und Tiefbau und der Architektur gegangen sei, die für so manchen Gemeinderat zunächst ein Buch mit sieben Siegeln dargestellt habe. Die Sitzungen selbst, mit Göhrig als Fachmann, seien von einer sachlichen und freundlichen Atmosphäre geprägt gewesen.

Kompetenter Ansprechpartner

„Selten wechselten Sie argumentativ vom Florett zum Säbel aber wenn das einmal der Fall war, dann richtig“, verriet Zachler schmunzelnd. Er habe Horst Göhrig als kompetenten Ansprechpartner sowie freundlichen, hilfsbereiten und liebenswürdigen Kollegen schätzen- und kennengelernt, attestierte ihm Personalrats-Vorsitzender Claus Göhrig. Und sein Nachfolger im Amt Dominik Eberle dankte seinem Vorgänger für die gute Zusammenarbeit.

„So viele lobende Worte, ich stehe persönlich gar nicht so gern im Mittelpunkt“, gestand ein gerührter Horst Göhrig. Er habe neben seinen drei Verwaltungs-Chefs Herold, Marsch und Michler noch einen vierten Chef gehabt und das sei der Gemeinerat gewesen. Er dankte den Ratsmitgliedern für den respektvollen Umgang, der stets der Sache und dem Gemeinwohl gedient habe. „Jetzt noch ein ganz großes Lob, so Göhrig: „Ohne die Unterstützung der Kollegen vom Bau- und Umweltamt sowie dem Bauhof würde mir diese Anerkennung heute nicht zuteil, ich war immer Teil eines Ganzen“, betonte Horst Göhrig.