Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Mehr als 70 Teilnehmer beim 8. „Grand Prix du Jumelage“

Hausbier und Maultaschen bringen Boulefreunde in Fahrt

Archivartikel

Gerhard Hund wird nicht müde, das zu betonen: „Wir sind ein wahres Kind der Partnerschaft.“ Der Vorsitzende des Boule-Clubs Edingen-Neckarhausen (BCEN) freut sich, dass das sportliche Kind ebenso wie die Partnerschaft insgesamt gewachsen ist. Beim achten Grand Prix du Jumelage kam das einmal mehr zum Ausdruck.

Mehr als 70 deutsche und französische Boulespieler waren zu dem freundschaftlichen Match angetreten, wobei die Franzosen dieses Mal in der Überzahl waren. „Der Clou an der Sache ist der, dass jeweils ein Gast aus Frankreich zusammen mit einem Einheimischen eine Doublette, also ein Zweier-Team bilden“, erklärte Gerhard Hund. Nachdem das deutsch-französische Zusammenspiel nicht ganz aufgegangen war, gingen auch ein einige wenige rein französische Doublettes an den Start. „Das sind ja Hobbyspieler wie wir, dadurch gibt es keinen großen Wettbewerbsvorteil“, war Hund überzeugt. Zumal es im sportlichen Sinne um kein hochrangiges Turnier mit Wertungspunkten für Ligen gehe. Vielmehr sollten der Spaß und das freundschaftliche Zusammentreffen auf dem Boulodrome im Vordergrund stehen.

Damit den Spielern unterwegs nicht die Energie ausging, hatte der BCEN ein Mittagessen vorbereitet, das für die Franzosen kostenlos war. „Wir wollten ihnen mal was typisch Deutsches auftischen, deshalb gab es Maultaschen und Kartoffelsalat“, ließ der BCEN-Chef wissen. Die Gäste hätten das Essen sehr gelobt, es sei „très bien“, also vorzüglich, gewesen, ließ Edytha Biehlmaier wissen, die zusammen mit Ehemann Joachim ebenfalls an der Essens-Front aktiv war.

Um das Ganze noch zu vervollständigen, hatte Hobby-Braumeisterin Claudia Konrad zu diesem Anlass ein „Festbier“ gebraut. Mit Unterstützung von Ehemann Michael Bangert sowie Christian Speicher wurde der Gerstensaft in Flaschen gefüllt, die beim Grand-Prix der Reihe nach „geköpft“ wurden. „Es ist für uns eine Ehrensache, die Franzosen zum Essen einzuladen und bei diesem Turnier keine Startgebühr zu erheben“, bemerkte Gerhard Hund. Außerdem finanziere der Club auch Präsente, Pokale für die Sieger sowie die Medaillen, von denen jeder Spieler eine erhalten hatte, aus eigener Tasche. „Das ist unser ehrenamtlicher und unentgeltlicher Beitrag zum Jubiläum“, sagte Hund weiter.

Doch vor den Preis hatten die Götter erst einmal den Schweiß gesetzt. Trotz des freundschaftlichen Charakters des Spiels ging man konzentriert zur Sache. Es kam zu spannungsreichen Duellen, die vom Anhang aufmerksam verfolgt wurden. „Das war ein toller Schuss, bravo“, wurde der zielgenaue Wurf mit den Metallkugeln vom Spielfeldrand aus kommentiert. „Bei uns läuft es heute nicht ganz so gut, vor sechs Jahren haben wir das Jubiläums-Boule-Turnier in Plouguerneau noch gewonnen“, ließ Gemeinderat Roland Kettner wissen, der mit seinem bretonischen Partner Maurice Ogor an den Start gegangen war.

Wer im A-Turnier ausgeschieden war, konnte sein Glück und Geschick im B-Turnier erneut testen. „Ich schätze mal, dass wir heute noch unser Flutlicht einsetzen, das Match geht vermutlich bis etwa 22 Uhr“, prophezeite Hund. Er sollte recht behalten. „Nach der Siegerehrung haben wir dann noch ä bissel gefeiert, „awwer aus Rücksicht auf die Nachbarn ned so laut“, konstatierte der BCEN-Chef.