Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Kunstausstellung im Schloss eröffnet

Heimatgefühle vom Neckar bis zum Aber Wrac‘h

Archivartikel

„Eine wunderbare Ausstellung, die Heimatgefühle vom Neckar bis zum Aber Wrac’h weckt“, lautete ein Eintrag im Gästebuch zur gemeinsamen Ausstellung deutscher und französischer Künstler im Rahmen der Partnerschaftswoche mit Plouguerneau. In den Ausstellungsräumen des Neckarhäuser Schlosses sind noch bis einschließlich Donnerstag knapp 70 Werke von 16 Künstlern zu sehen.

„Schön, dass ihr alle gekommen seid“, freute sich IGP-Vorsitzende Barbara Rumer über den Zuspruch. „Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der unterschiedlichsten Stilrichtungen und stellt deshalb etwas ganz Besonderes dar“, ist Rumer überzeugt. „Ich habe mir vorab schon einmal die Werke angeschaut. Die Vielfalt ist wirklich beeindruckend“, betonte Bürgermeister Simon Michler bei der Eröffnung.

Auf eine offizielle Werkeinführung hatte man verzichtet. Diese war auch nicht nötig, denn die Werke sprechen für sich. Zu sehen sind Landschaften, Stillleben, Portraits, ungewöhnliche Arrangements sowie einige Skulpturen. „Ich habe unter anderem zwei Bilder vom Ort ausgestellt“, zeigte Michael Huber auf die alte Kirche St. Michael sowie eine Impression aus dem Neckarhäuser Schlosspark. Huber greift nicht nur selbst zum Pinsel, er vermittelt sein Können auch in den VHS-Malkursen. Eine seiner Schülerinnen ist Marianne Rosenzweig, die ebenfalls zu den Ausstellern zählt. „Ich habe mich beim Partnerschaftsbesuch in der Bretagne im vergangenen Jahr zu vier Aquarellen inspirieren lassen“, lässt die Neckarhäuserin wissen. Sie gewinnen der bretonischen Küstenlandschaft in bunter Vielfalt die schönsten Seiten ab.

Die Landschaftsmalerei bevorzugt auch der bretonische Hobby-Maler Jacques Lalouer. „Malen ist meine große Leidenschaft“, betont der Franzose. Und sein Lieblingsmotiv ist das frühere Zollhäuschen in der Bucht von Saint Michel.

„Ich bin sehr farbig“, zeigt Dorle Wittner aus Ladenburg auf ihr „bretonisches Dorf.“ Sie ist seit vielen Jahren mit der Partnerschaft verbunden und hatte in ihrem zwischenzeitlich verstorbenen bretonischen Maler-Kollegen Roger Coroller, von dem ebenfalls einige Bilder zu sehen sind, auch einen Lebenspartner gefunden. fer