Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Reaktionen auf den Ausgang der Kommunalwahl

Hoffmann sieht neue Mehrheiten im Rat

Archivartikel

Dass es im Gemeinderat von Edingen-Neckarhausen Veränderungen geben würde, hatte sich spätestens nach dem Ausgang der Europawahl abgezeichnet. Das machte Bürgermeister Simon Michler (CDU) am Montag in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis der Wahl klar. UBL und die Offene Grüne Liste seien die klaren Wahlsieger, sagte Michler und gratulierte ihnen: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den 22 neuen Gemeinderäten.“

Waren bislang Mehrheitsentscheidungen mit den Stimmen einer großen Koalition aus CDU und SPD möglich, so wird das künftig nicht mehr der Fall sein. Denn die beiden großen kommen künftig nur noch auf zusammen neun Sitze, zwei weniger als die Mehrheit. „Bei der künftigen Arbeit werden sich ganz andere Mehrheitsverhältnisse ergeben“, sagte OGL-Fraktionschef Thomas Hoffmann nach Bekanntgabe der Ergebnisse und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausgang. Den Erfolg führte er auch auf einen guten Wahlkampf mit originellen Veranstaltungen zurück.

UBL „sehr zufrieden“

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte auch Klaus Merkle (UBL) im Gespräch mit dem „MM“. Dass es nach dem Rückzug von Hans Stahl, dem Einzug der Linken und dem deutlichen Anstieg der Grünen gelungen sei, alle sechs Sitze zu halten, sei nicht selbstverständlich. „Endlich haben wir auch eine Frau in der Fraktion, das macht uns glücklich“, sagte er zum Einzug von Heike Dehoust in den neuen Gemeinderat.

Bernd Grabinger (CDU) verhehlte seine Enttäuschung über das Ergebnis nicht. „Der Wähler hat entschieden, und das müssen wir annehmen“, sagte er: „Das tut uns sehr weh.“ Man werde fünf Jahre lang kämpfen, um wieder mehr daraus zu machen.

„Wir haben unsere Wahlziele vollständig erreicht“, erklärte Edgar Wunder von der Linken: „Im Gemeinderat kann nun niemand mehr ’durchregieren’, sondern alle müssen konstruktiv zusammenarbeiten.“ Es sei seiner Partei gelungen, den „Durchmarsch der Grünen“ zu begrenzen, die nur einen Sitz hinzu gewonnen hätten.

„Es hätte schlimmer kommen können“, kommentierte SPD-Spitzenkandidat Thomas Zachler das Abschneiden seiner Partei. Zwei langjährige Ratskollegen hätten nicht mehr kandidiert, das sei schwierig zu kompensieren gewesen. Inhaltlich habe „das Thema Klima und Greta alles andere überschattet“. hje