Edingen-Neckarhausen

Edingen Obst- und Gartenbauverein blickt auf 2019 zurück / Teilnahme an Ferienprogramm

Immer im Interesse der Natur

Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Edingen schneidet in der Gemeinde buchstäblich gut ab. Bei der Jahreshauptversammlung im Friedrichshof erwähnte Vorsitzender Helmut Koch mehrere Schneidkurse. Zugleich trägt der Verein zur „Aufforstung“ von Streuobstwiesen in Form von Baumpatenschaften bei, die in seiner Obhut wachsen und gedeihen.

Unter dem Titel „Unsere blühende Gemeinde“ bescherte der Edinger Fotofreund Hans D. Wirtz den Versammlungsteilnehmern zu Beginn herrliche Impressionen aus dem Garten der Natur. Seinen blütenreichen Streifzug, mit viel Liebe zum Detail, bekam der Foto-Künstler mit reichlich Beifall des Publikums gedankt.

Der Natur auf der Spur blieb auch der Vorsitzende im Anschluss in seinem Jahresbericht. Neben den Schneidkursen und Pflegemaßnahmen auf der Streuobstwiese leistete der Verein auch einen Beitrag zum kommunalen Ferienprogramm.

Die Traktorfahrt durch die Feldflur mit anschließendem Apfelsaftpressen ist mittlerweile ein echter Klassiker. „Mehr als 30 Kinder haben rund 70 Liter Apfelsaft gepresst. Unsere kleinen Stammgäste bringen schon Gefäße zum Abfüllen mit, damit sie auch daheim noch etwas davon haben“, ließ Koch wissen. Er freute sich ferner über einige Neuzugänge, deren Namen er im Anschluss verlas. Der Verein konnte so trotz mehrerer verstorbener Mitglieder seinen Mitgliederstand von 153 Personen halten.

Mit Artenschutz und Bienensterben setzte sich der Vorsitzende des Bezirksverbandes für Obst-, Wein- und Gartenbau, Sven Stein, in seiner von Helmut Koch verlesenen Grußbotschaft auseinander. In der Öffentlichkeit sei mitunter der Eindruck entstanden, dass Landwirte, Weinbauern aber auch Gartenbesitzer mehr gegen als mit der Natur arbeiteten. Hier sei eine offensive Aufklärung notwendig. Der Erhalt der Kulturlandschaft in Feld und Flur sowie die Artenvielfalt stelle ein gemeinsames Anliegen dar.

Neue Baumpaten

Über ein gutes Beispiel für mehr Gemeinsamkeit informierte Helmut Koch im Anschluss. „Am Samstag, 29. Februar, wird die Streuobstwiese in der Mannheimer Straße gepflegt. Bei der Gelegenheit findet auch gleich die Übergabe und Beschriftung der Bäume im Rahmen der Baumpatenschaften statt“, informierte er die Zuhörer.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde am Ortseingang eine Streuobstwiese mit Obstbäumen neu angelegt. „Für zwölf Bäume haben wir Paten bekommen. Es können noch neue Patenschaften für weitere Bäume vergeben werden“, ließ der Vorsitzende wissen. Mit dem Angebot wende man sich insbesondere an Bürger, die kein eigenes Grundstück besäßen, aber einen engen Bezug zur Natur suchten. Die Streuobstwiese als solche werde vom Verein gepflegt. Zu den Baumpaten zählt auch die neugewählte Beisitzerin Muriel Dietrich. „2022 feiern wir unser 100-jähriges Jubiläum, da freuen wir uns über weibliche Verstärkung“, bemerkte Helmut Koch.

Sein Stellvertreter Alfred Lutz konstatierte: „Ich kann den Helmut nur bewundern, was der alles leistet, wir können nur dankbar sein.“ Einiges an Zeitaufwand geleistet hat auch Kassiererin Birgit Imminger. Sie informierte über eine ausgeglichene Kassenlage.

Seitens der Kassenprüfer bescheinigte Dietrich Herold eine einwandfreie Kassenführung, worauf der Vorstand entlastet wurde. Die kostenlose Verlosung von Äpfeln, Dosenwurst und Honig bildete traditionell den Abschluss, so dass am Ende niemand mit leeren Händen nach Hause ging.

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