Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Sitzung des Jugendgemeinderats im Bürgersaal des Rathauses / Drei Gemeinderäte als interessierte Zuhörer

In neuen T-Shirts zum Müll-Sammeln

„Das wollen wir jetzt immer so halten, dass Vertreter von uns bei den Sitzungen des Gemeinderats anwesend sind und wir dann unsere restlichen Ratsmitglieder über wichtige Entscheidungen informieren“, ließ die Vorsitzende des Jugendgemeinderats (JGR) Edingen-Neckarhausen, Finja Kettner, in der jüngsten Zusammenkunft wissen. Nach einem kurzen Rückblick auf Themen im Kommunal-Parlament ging man zur eigentlichen Tagesordnung über. Neben sechs Jugendräten nahmen auch die Gemeinderäte Dietrich Herold, Thomas Zachler und Klaus Merkle als interessierte Zuhörer an der JGR-Sitzung im Bürgersaal teil.

„Für uns war es die erste Sitzung des Gemeinderats, an der wir offiziell präsent waren. In Anbetracht der Premiere haben wir uns wacker geschlagen“, resümierte Finja Kettner. Zum vieldiskutierten Neckarweg und der Probleme zwischen Radfahrer und Fußgänger habe sie im Gespräch mit Bürgermeister Simon Michler vorgeschlagen, den Weg zwischen sieben und neun Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr für Radfahrer freizugeben, damit er von Schülern Richtung Wieblingen und zurück genutzt werden könne.

Auf die Nutzung einer Schautafel mit Infos des JGR warte man an der von den Jugend-Vertretern renovierten „Max-Hütte“, bislang vergeblich, mahnte Kettner an. „Wie ich seitens des Bauamtes erfahren habe ist der Schaukasten jetzt eingetroffen und die Firma, die ihn anbringen soll, wurde beauftragt“, informierte Thomas Zachler. „Die Arbeit des Jugendgemeinderats, der viel Energie und Zeit in die Renovierung der oberhalb des Neckarhäuser Fährkopfs gelegenen Max-Hütte investierte, wird mit Füßen getreten“, kritisierte die JGR-Vorsitzende und fügte an: Es sieht dort aus „wie Sau“ – die Mülleimer werden nicht geleert, überall liegen Zigarettenstummel rum und ein Aschenbecher wurde auch noch nicht angebracht.“

Zum durchkehren fehle den Bauhof-Bediensteten vermutlich die Zeit, man müsse einfach ins Gespräch kommen, um Abhilfe zu schaffen, regte Phillip Schaefer an, der schon als Ferien-Jobber bei der Gemeinde gearbeitet hatte. Es sei bald jeden Abend Rambazamba in der Hütte und der Müll werde liegengelassen, bedauerte Zachler der unweit des Treffpunkts wohnt.

Bewirtung beim Dorf-Rock-Festival

Danach ging das Gremium zu erfreulicheren Themen über. „Wir wurden gefragt, ob wir beim Dorf-Rock-Festival am 10. Oktober im Sport- und Freizeit-Zentrum die Verpflegung der Besucher übernehmen“, ließ Finja Kettner wissen. „Wer ist dafür?“, fragte sie in die Runde. Die Hände gingen hoch, das Votum war einstimmig, so dass ein Schichtplan erarbeitet wurde. Gerade beim Zubereiten von Speisen werde Hygiene großgeschrieben, erinnerte Kettner an die Vorgaben. Auch beim Konzert im Jugendzentrum am 7. November ist der Jugendgemeinderat verpflegungsmäßig zur Stelle. „Für beide Veranstaltungen liegt ein Hygienekonzept vor und sie finden unter Vorbehalt statt. Voraussetzung ist, dass keine zweite Corona-Welle auf uns zurollt“, informierte Finja Kettner.

Wieder aufgreifen will der JGR nach den Sommerferien die angedachte Müll-Sammel-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. „Vielleicht können wir zusätzlich Schüler der beiden Grundschulen für die Aktion gewinnen“, regte die Vorsitzende an. Erneut kam auch die Raumfrage zur Sprache. „In irgend einem kommunalen Gebäude wird sich ein Raum finden lassen, wo ihr Eure Sachen unterstellen könnt“, ist Dietrich Herold überzeugt.

Zu guter Letzt wurden noch die neuen T-Shirts des JGR anprobiert, worauf das Gremium im einheitlichen Outfit zum Foto-Termin gebeten wurde.

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