Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Am Samstag Premiere des neuen Stückes der MGV-Theatergruppe bei der Familienfeier

Irrungen und Wirrungen am „Tatort Villa Bock“

Chaos hoch drei in der Villa Bock. Sie wird zum Tatort diverser Bewohner und Besucher, die am Ende nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. „Tatort Villa Bock“, lautet dieses Mal der Titel des Stücks das die Theater-Gruppe des MGV Neckarhausen einstudiert hat. Wie gewohnt darf gelacht werden. Die pointenreiche Kriminal-Komödie in drei Akten von Daniel Kaiser löst ungeahnte Irrungen und Wirrungen aus.

Nach der Premiere des etwas anderen „Tatort“-Krimis, der im Rahmen der MGV-Familienfeier am Samstag, 9. Dezember, in der Eduard-Schläfer-Halle über die Bühne geht, sind am Sonntag, 10. Dezember, alle Theaterfreunde an gleicher Stelle zu einem kurzweiligen Nachmittag eingeladen.

Seit September studiert das Ensemble das amüsante Verwirrspiel ein. „Wir haben gar nicht gezielt nach einer Kriminal-Komödie gesucht. Aber dann fiel uns das Stück in die Hände und wir wussten – das isses“, erzählt Rene Zieher. Er begeistert sich seit 30 Jahren für das Laientheater beim MGV. Ziehers Großvater und Vater standen schon auf der MGV-Bühne und damit auf den Brettern, die in Neckarhausen die Welt bedeuten.

„Wir leisten auch einen kulturellen Beitrag zum Gemeindeleben“, ist Rene Zieher überzeugt. Er mimt dieses Mal den Kriminalschriftsteller Hugo Bock. Die Frau an seiner Seite spielt – wie im richtigen Leben – Anja Speicher. Auch langjährige Theatererfahrung erspart nicht die Probenarbeiten. Seit elf Jahren fahre man zu „Intensiv-Proben“ ins Trainingslager nach Kleinaspach, plaudert Josef Stein, der seit 43 Jahren auf der Bühne steht, ein wenig aus dem Nähkästchen. Steins Ehefrau Renate ist fast ebenso lange dabei. Auch die Tochter der beiden Bühnen-„Dinos“, Christine Nothhof, hat Theaterblut geleckt und zählt seit zehn Jahren zur Truppe.

Seit 15 Jahren ist Kathrin Brohm und seit 21Jahren Ulrike Köhler dabei. Erst zum zweiten Mal ist Mark Bräunling mit von der Partie. „Mir macht es Spaß in andere Rollen zu schlüpfen“, gesteht der Newcomer der Truppe. Seit 26 Jahren ist hingegen Rudi Klemm zur Stelle, der als Filmproduzent aus Hollywood in der Villa Bock hinter der Kriminal-Story her ist. Ein Mann für alle Fälle ist auch Roland Kettner. „Ich habe schon so ziemlich alle Rolle gespielt“, erzählt der Theater-Veteran.

Zu den Urgesteinen zählt ebenso Ursula Junk, die in diesem Stück als Polizistin zur Pistole greift. Aber keine Sorge, Scheintote erwachen wieder zum Leben. Überhaupt bricht über Hugo Bock das totale Chaos herein, während er als Erpressungsopfer noch Mordszenen mit seinem Freund, dem Psychiater Karl probt. Es tauchen immer neue Leute auf, die auf ebenso mysteriöse Weise wieder verschwinden – bis die überraschende Wahrheit zum Vorschein kommt. Regie führen die Darsteller im Teamwork, unterstützt werden sie dabei von Marianne Rosenzweig, die für den letzen Schliff zuständig ist. Als Souffleuse hilft Simone Mülbert über kleine Hänger hinweg.

Außerdem legt das Ensemble Wert darauf, dass das Stück in echter „Neckarhäuser Muddersproch“ über die Bühne geht. Man darf sich also ganz wie Zuhause fühlen. fer