Edingen-Neckarhausen

Edingen Zweitägige Lokalschau beim Kleintierzuchtverein / Rund 270 Tiere locken interessierte Besucher in die Ausstellungshalle

Jüngste Züchterin ist erst 15 Jahre alt

Archivartikel

Bevor es für etliche Züchter weiter zu den regionalen und überregionalen Ausstellungen geht, bleibt man zunächst „lokal“ unter sich. In der Ausstellungshalle auf der Zuchtanlage in Edingen präsentierten die Züchter dem interessierten Publikum ihre schönsten Tiere in zahlreichen Rassen und Farbschlägen.

„In diesem Jahr haben wir eine Neuerung eingeführt, um die Vereinsmeisterschaften spannender zu gestalten: Bei unserer Schau werden erstmals nur die Sieger der Lokalschau ermittelt. Wer Vereinsmeister werden möchte, muss sich noch an einer weiteren Ausstellung beteiligen, um die Wertung zu kommen“, erklärte Ausstellungsleiter Herbert Stein zum neuen Konzept.

Dreifache Auszeichnung erhalten

Er holte sich übrigens gleich drei Mal den Titel des Lokalschau-Siegers. Das Preisrichter-Quartett kürte ihn und seine tierischen Gesellen in den Sparten Hühner, Tauben und Kaninchen zum Sieger. „Bei den Kaninchen war der Sieg am einfachsten, außer von mir werden sie hier auf der Anlage von niemandem mehr gezüchtet“, verriet der Ausstellungsleiter. Im Gegensatz zu den Gefiederten seien die Fellträger anspruchsvoller in der Haltung und deshalb in der absoluten Minderheit.

Ansonsten war Ausstellungsleiter Stein sehr zufrieden mit den rund 270 ausgestellten Tieren: „Die Halle ist voll und die Qualität unserer gezüchteten Vertreter alter Haustierrassen ist gut“, betonte Stein. Zu den jüngsten Ausstellern zählte die 15-jährige Edda Nieber. Sie setzt vor allem auf Seidenhühner und die hochbeinigen Deutschen Langschan und erklärte: „Seidenhühner sind pflegeleicht, sehen lustig aus und können aufgrund ihres verschlissenen Gefieders nicht fliegen.“

Die Schülerin am Carl Benz-Gymnasium zählt morgens zu den ersten auf der Anlage. „Ich füttere, bevor ich weiter zum Gymnasium radle, abends gibt es dann nur noch eine kleine Ration damit die Mäuse nicht angelockt werden“, lässt die begeisterte Jung-Züchterin wissen. Jedes ihrer Hühner bekommt das „Gnadenbrot“. „Ich esse gerne ihre Eier, aber sie landen bei uns nicht im Topf“, verriet Edda.

Während die Seidenhühner eher zu den ruhigen Vertretern ihrer Gattung zählen, waren die Perlhühner unentwegt am Rufen. „Die sind kurzzeitig von ihrem Verband getrennt und rufen nach ihren Verwandten in den Parzellen“, erklärte Kleintierzucht-Chef Gerhard Stein.

Ebenfalls nicht gerade zu den Leisetretern zählen die Steinbacher Kampfgänse, sowie die unruhigen Laufenten oder schnatternden Zwerg-Enten. „Jeder verständigt sich eben anders, das gilt auch für die Gefiederten“, kommentierte Ausstellungsleiter Stein das „Sprachgewirr“. Während die Herrschaften im Federkleid immer etwas zu sagen hatten, mümmelten die Kaninchen still vor sich hin. Sämtliche Fell- und Federträger in den Sparten Groß- und Wassergeflügel, Hühner, Zwerghühner, Tauben sowie Kaninchen wurden kritisch begutachtet.

Preisrichter bewerten

Am Ende der Prozedur beschrieben die vier Preisrichter Uwe Maurer, Daniel Steinleitner, Gerhard Weilbacher und Günter Wesch die jeweiligen Vorzüge und Schwachstellen der Tiere. Unter den Besten befand sich der Beschreibung nach so mancher „hochfeine Typ“ der die Anforderungen an den jeweiligen Zuchtstandard optimal erfüllte.

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