Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Überdachter Ruheplatz renoviert / Erinnerung an früheren Gemeinderat Bassauer / Witwe kommt zur Eröffnung

Jugendgemeinderäte möbeln Max-Hütte auf

Archivartikel

„Die renovierte „Max-Hütte“ soll ein Ort der Begegnung sein.“ Diesen Wunsch äußerte Margot Bassauer bei der Einweihung des runderneuerten Domizils oberhalb der Fähranlegestelle in Neckarhausen. Der Jugendgemeinderat (JGR) Edingen-Neckarhausen hatte die renovierungsbedürftige Hütte als Projekt in den Fokus genommen und durfte sich jetzt nach Abschluss der Renovierungsarbeiten über viel Lob von allen Seiten freuen.

„Die Max-Hütte erstrahlt in neuem Glanz. Es hat mich emotional sehr berührt, dass die nach meinen Mann benannte Hütte wieder auf Vordermann gebracht wurde und nun neu eingeweiht wird“, stellte Margot Bassauer fest. Der Witwe des 2001 verstorbenen Gemeinderats Max Bassauer oblag es, das rote Band zu durchschneiden.

Zuvor hatte sich Bürgermeister Simon Michler beim Jugendgemeinderat für die geleistete Arbeit bedankt. Er riet den Ratsmitgliedern, sich weitere Projekte zu suchen und bei deren Umsetzung dranzubleiben. Kommunalpolitisch hätten sie ebenfalls die Möglichkeit, sich verstärkt einzubringen und sich in Entscheidungsprozesse, die insbesondere die Jugend am Ort betrifft, einbinden zu lassen.

Firmen als Materialspender

Nachdem die Arbeiten an der Max-Hütte zunächst ein wenig schleppend vorangegangen waren, habe man in einer letzten „Hauruck-Aktion“ das Werk zum Abschluss gebracht, ließ Jugendsozialarbeiter Werner Kaiser wissen. Unterstützt worden sei der Jugendgemeinderat von Aktiven des Jugendzentrums, dem Bauhof, mehreren Firmen als Materialspendern sowie Herbert Henn vom Repair-Café. „Es macht immer Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten“, versicherte Henn.

Arbeit hatten alle Helfer reichlich. „Es wurden Decken und Balken gestrichen, die Außenwände erneuert, das Dach gesäubert und U-Schienen zur Stabilisierung der Hütte angebracht“, listete die Vorsitzende des Jugendgemeinderats, Finja Kettner auf. Geplant sei noch die Anbringung einer Info-Tafel. Auf ihr wolle man vorrangig über Veranstaltungen informieren, die die Jugend betreffen. Ferner will sich der Jugendgemeinderat noch um die Beschaffung von zwei, drei Wellenbänken kümmern, um das Außengelände aufzuwerten.

Mit der 100-Euro-Spende die Margot Bassauer dem Jugendgemeinderat übergeben hatte, soll das Gedenkschild über dem Eingang der Max-Hütte erneuert werden: Es erinnert an den Gemeinde- und Kreisrat Max Bassauer, der die Hütte verwirklicht hatte. „Mein Mann wurde damals immer gefragt, warum es denn oberhalb des Neckars keinen überdachten Treffpunkt gibt“, berichtet Margot Bassauer im Gespräch mit dem „MM“. Bassauers Engagement, das zur Errichtung eines solchen Domizils führte, machte es im Volksmund zur „Max-Hütte“.

„Die Erbauung der Hütte fiel in meine Amtszeit. Das Ganze war eine ehrenamtliche Baumaßnahme die vom THW Friedrichfeld mit gespendeten Materialien realisiert wurde“, ließ Altbürgermeister Roland Marsch wissen. „Es ist schön, dass Dank der Arbeit des Jugendgemeinderats das Gedenken an meinen Mann weitergetragen wird und die Hütte wieder besser dasteht – beides hat etwas Nachhaltiges“, freute sich Margot Bassauer.

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