Edingen-Neckarhausen

Edingen Narren hissen Flagge vor dem Vereinsheim / Große Narrensitzung am 9. Februar in der Pestalozzihalle

Kälble starten in die heiße Phase

Wenn erst einmal die Kälble-Fahne weht, dann sind die Narren nicht mehr zu halten. Mit der traditionellen Flaggenhissung vor dem Vereinsheim starteten die Kälble-Karnevalisten in die heiße Phase der Fasnacht. Der Flaggen-Appell zu Ehren von Prinzessin Sabrina II. „vom närrischen Tanz“ wurde rasch abgewickelt. Ungastliches Wetter beschleunigte das Zeremoniell, schließlich wollte man weder die First Lady der Edinger Fastnacht noch die Narrenkappen-Träger im Regen stehenlassen.

„Hopp, hopp, hopp, herbei mit der Fahne“, kommandierte Fahnenjunker Walter Mülbert. Die Gardemädchen waren mit dem Tuch angetreten, der Fahnenjunker knüpfte es auf, ruck-zuck ging es Fahnenmast empor und kurz darauf wehte die Fahne im Wind. Begleitet wurde das Ganze von einem kleinen Feuerwerk, das in seiner funkelnden Pracht dem Nieselregen standhielt.

„Sympathische Art“

„Ich freue mich, dass Ihr alle gekommen seid und Euch die Stimmung nicht verwässern lasst“, sagte Kälble-Vorsitzender Stefan Specht zu Beginn des kleinen Freiluft-Zeremoniells. Bevor die Narrenschar dann ins trockene Vereinsheim strömte, gab es für die Prinzessin noch Präsente und warme Worte. „Durch deine sympathische und unkomplizierte Art ist es für uns ein Vergnügen mit dir durch die närrische Zeit zu gehen“, konstatierte Senatspräsidentin Bettina Schroth und fügte an: „Liebe Sabrina, wir wünschen dir eine unvergessliche Kampagne im Kreise der Edinger Kälble.“

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung wechselte man rasch von draußen nach drinnen. Traditionell lädt die Prinzessin aus Anlass der Flaggenhissung zu einem Essen ein. „Bevor Ihr verhungert, das Büffet ist eröffnet“, ermunterte die Hoheit zum Zugreifen. Sie präsentierte sich an diesem Abend als „Lady in red“ mit schwarzem Samt-Jäckchen. Ihr hoheitliches Amt bereite ihr viel Freude, versicherte die fastnachtserprobte Prinzessin. Mehrere Jahre tanzte sie beim Karnevalsverein „Fröhlich Pfalz“ in der Garde mit, was ihr den Adelstitel „vom närrischen Tanz“ einbrachte. Außerdem ist sie karnevalistisch am „Unteren Neckar“ zuhause. Die Edinger Kälble-Regentin hat nämlich „Neckarhäuser Wurzeln“ und wohnt mit Mann und Kind in Ilvesheim.

Sabrina Wägerle, wie die Hoheit mit bürgerlichem Namen heißt; ist übrigens die letzte Hoheit, der zu Ehren die Flagge am alten Vereinsheim neben der evangelischen Kirche gehisst wurde. „Wir kommen an unserem neuen Vereinsheim unweit der Kleintierzuchtanlage gut voran. Anbauten und Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Domizil des Brieftaubenvereins sind zwischenzeitlich abgeschlossen, jetzt steht nur noch den Innenausbau an“, lässt Elferratspräsident Kevin Hockenberger wissen. Bis zur endgültigen Fertigstellung und dem geplanten Eröffnungsfest „fließt allerdings noch ä bissel Wasser den Neckar runter“.

Jetzt freut sich die Narrenschar erst einmal auf die große Narrensitzung am 9. Februar in der Pestalozzihalle. Karten für das mehrstündige bunte Programm aus Tanz, Musik und Büttenbeiträgen sind im Vorverkauf bei Schreibwaren Ratzefummel erhältlich.