Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Jahreshauptversammlung des Fördervereins Gemeindemuseum

„Kaiserin Sisi“ kommt ins Schloss

Archivartikel

Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Gemeindemuseum in der „Viktoria“-Gaststätte Neckarhausen hat dessen Vorsitzender Dietrich Herold noch einmal den Unterschied zwischen zwei Gruppierungen erläutert, die auch nach mehr als zwei Jahrzehnten seit ihrer jeweiligen Gründung noch oft verwechselt oder für „ein und dasselbe gehalten“ werden: „Bei den Mittwochstreffen der IG Museum (IGM) geht es zu wie in einem Bienenschwarm, da wird viel geleistet, alles ehrenamtlich, alles für die Gemeinde. Aber auch die Förderer sind kein Club der Faulen.“

Die aktiven Museumsfreunde sind in der IGM zusammengeschlossen, und zwar seit 1995. Der Förderverein Gemeindemuseum besteht dagegen seit 21 Jahren und hat die Aufgabe, die IGM-Arbeit zu fördern, das geschichtliche Erbe zu pflegen und Ortsgeschichte zu bewahren, wie Herold die Zielsetzung erläuterte. Deshalb gebe man auch die in Buchform erschienene „Baustein-Reihe“ mit thematischen Schwerpunkten sowie Dokumentationen von Ausstellungen heraus und unterstütze den Erwerb von Museumsgegenständen durch die Gemeinde.

In Arbeit sei der Baustein Nummer acht. „Er erscheint im Herbst und erfolgt in Zusammenarbeit mit der IGP. Dieser Band ist der 50-jährigen Partnerschaft zwischen Plouguerneau und Edingen-Neckarhausen gewidmet“, kündigte Herold an. Bei seinem Jahresrückblick erinnerte der Fördervereinschef noch einmal an verschiedene Aktivitäten, Veranstaltungen und Initiativen. Er erwähnte unter anderem die Herausgabe eines Sonderbandes zusammen mit einer Doppel-CD als lesens- und hörenswerter Nachschlag zur Jubiläumsausstellung „Ortsalphabet Edingen-Neckarhausen von A bis Z“. Man habe beschlossen diese Dokumentation jedem Vereinsmitglied kostenlos als Dank für die Mitgliedschaft zu übergeben sowie als Werbung neuer Mitglieder zu nutzen.

Fast 200 Mitglieder

Aktuell zählt der Förderverein 195 Mitglieder. Herold dankte den IGM-Aktiven Evi Betzwieser, Irene Daners, Ingeborg Bertsch, Elisabeth Niemann, Margot Friedrich, Hildegard Schneider und Elke Kurtzer für die geleistete Arbeit. Zu deren Aktivitäten zähle nicht nur die Vorbereitung von Ausstellungen sowie Führungen durch Schloss und Dauerausstellung der Grafen von Oberndorff, sie kümmerten sich auch um die kommunale Bilder- und Gemäldesammlung.

„Wir sind nicht ganz klamm, wir können noch ä bissel was ausgeben“, stellte Kassiererin Gabi Schieszl im Anschluss beim Kassenbericht fest. Seitens der Kassenprüfer konnte Heidi Gade „nur Gutes bescheinigen“, worauf Bürgermeister Simon Michler die Entlastung des Vorstands einleitete und den Museumsfreunden für ihre „hervorragende Arbeit“ dankte. Die nächste geplante Ausstellung widmet sich dem Ende des ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. Ferner stehen die verwandtschaftlichen Beziehungen sowie Briefwechsel derer von Oberndorff mit den Adelshäusern von Sachsen, Preußen und Bayern sowie mit den Habsburgern und ihrer Kaiserin Sisi im Fokus einer weiteren Ausstellung.

Thomas Zachlers umfangreiche Sammlung von Fußball-Trikots soll als „Stoff der Leidenschaft“ im kommenden Jahr ebenfalls eine Ausstellung gewidmet werden. Ferner gab Herold noch bekannt, dass Heimatkundler Kurt Hauck seine reichhaltige historische Sammlung mit dem Schwerpunkt Dreißigjähriger Krieg der Gemeinde in Aussicht gestellt hat. fer