Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Jugendgemeinderat diskutiert

Kann Ladenburg ein Modell sein?

Eine umfangreiche Tagesordnung hat der Jugendgemeinderat (JGR) Edingen-Neckarhausen bei seiner jüngsten Sitzung absolviert. Im Mittelpunkt stand der Rück- und Ausblick auf verschiedene Aktivitäten. Ferner wurde über Themen wie das Ladenburger Jugendgemeinderatssystem diskutiert, das die Jugendlichen kommunalpolitisch stärker einbindet.

„Nachdem wir die Max-Hütte oberhalb der Fähranlegestelle renoviert und übergeben haben, fehlen jetzt noch eine Info-Tafel und die Beschilderung“, stellte die Vorsitzende des JGR, Finja Kettner, fest. Die Jugendräte hatten mit Unterstützung von verschiedenen Seiten den überdachten Treffpunkt aufwendig saniert und renoviert. Zur Realisierung und späteren Aktualisierung der Info-Tafel bildete man eine Arbeitsgruppe. Das vorhandene Schild aus dem Entstehungsjahr der Hütte, 1991, soll restauriert werden. Daneben will man ein weiteres Schild anbringen, das die Inschrift trägt: „Renoviert vom Jugendgemeinderat 2019.“

„Gelungene Sache“

Finja Kettner bezeichnete die Restaurierung und Übergabe der „Max-Hütte“ als eine gelungene Sache. Besonders erfreulich sei es gewesen, dass Margot Bassauer, die Witwe des verstorbenen Hütten-Initiators, SPD-Gemeinderat Max Bassauer, bei der Neueinweihung dabei war.

Nach dem Rückblick folgte der Ausblick. „Am 8. Dezember geht wieder der Kinderweihnachtsmarkt im Neckarhäuser Schlosshof über die Bühne, wer macht mit?“, fragte die Vorsitzende in die Runde. Rasch hatte sich ein „Kartoffelsuppen-Team“ um Phillip Schaefer gebildet. Mit der bewährten Kartoffelsuppe samt Brötchen leistet der JGR einen kulinarischen Beitrag zum Kinderweihnachtsmarkt.

Ferner wollen die Jugendlichen an Stellwänden über das Gremium und dessen Aktivitäten informieren. Als Mitveranstalter wieder mit dabei ist der JGR auch beim Fest der Kulturen im März kommenden Jahres.

Nachdem man die T-Shirt-Frage als gemeinsamem Erkennungs-Symbol des Jugendgemeinderats geklärt und das im Frühjahr stattfindende Jugend-Seminar terminlich besprochen hatte, informierte Gemeinderat Edgar Wunder (Linke) über das Ladenburger Jugendgemeinderats-System. Was in Edingen-Neckarhausen fehle, sei eine stärkere Verzahnung von Gemeinderat und Jugendgemeinderat.

„In Ladenburg läuft das anders, dort haben die Vertreter des Jugend-Gremiums Gelegenheit, an Tischen nahe dem Ratstisch Platz zu nehmen und sich zur Tagesordnung zu melden“, erläuterte Wunder. Auf diese Weise werde der dortige JGR kommunalpolitisch stärker miteinbezogen. „Auch in nichtöffentlichen Sitzungen könnt ihr präsent sein, da werden auch sehr spannende Sachen besprochen“, ergänzte Edgar Wunder. Man wolle das Thema beim nächsten Treffen mit Bürgermeister Simon Michler ansprechen, versicherte Finja Kettner und fügte an: „Eine Testphase wäre es auf jeden Fall wert.“

Ganz praktisch, mit Pinsel und Farbe, will sich der JGR in der Unterführung einbringen, die zur Schule führt. „Die Grundschüler wollen die verdreckte, unansehnliche Unterführung neu streichen, und wir sind gerne bereit zu helfen“, erklärte die Vorsitzende.

Vertagt hatte man die Thematik um die Buslinie 42 mit ihrer zeitlich eng begrenzten Anschlussfähigkeit. In Sachen Jugendhaus erhofft man sich eine Unterkunft in der „Wohnanlage am Nussbaum“ nahe dem Sport- und Freizeitzentrum. Aktuell sehe es aber nicht danach aus, als ob dort ein Gebäude zeitnah frei werde, konstatierte Finja Kettner.

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