Edingen-Neckarhausen

Edingen Dhalia’s Lane begeistert fast 200 Fans aus der ganzen Region / Susanne und Werner Lieberknecht „sehr zufrieden“

Keltische Klänge in Polsterwarenfabrik

Archivartikel

So was hört man gerne öfters in Edingen. Traditionelle keltische Musik verbunden mit orientalischen und mittelalterlichen Elementen. Dazu gekonnte Eigenkompositionen und Interpretationen von deutschen Volksliedern. Der überregional bekannten Band Dhalia’s Lane bot die Polsterwarenfabrik Lipowa in Edingen am Samstag Abend – zum zweiten Mal nach 2014 – eine Bühne der anderen Art für einen wahren folkloristischen Leckerbissen.

Fast 200 begeisterte Fans aus der ganzen Region kamen zum Konzert. Dhalia’s Lane ist eine der renommiertesten Musikgruppen dieses Genres. „Wir sind Musiker durch und durch“, betont Gründungsmitglied Berk Demiray. Frühere und aktuelle Bandmitglieder kamen zumeist aus den einstigen Formationen Wild Silk, Paddy Goes to Holyhead und Dhalia. Dhalia’s Lane gibt es unter diesem Namen erst seit 2005. „Voraus ging der Änderung ein Namensrecht-Streit (Dhalia) mit einer großen Buchhandelskette“, erzählt Demiray.

Freudige Erwartung

Rainer Burgmer und Berk Demiray, Urgesteine und Gründer der Folk-Band, teilten sich die Moderation des Abends. In der abgedunkelten Halle mit einer hell beleuchteten Bühne war schon zu Beginn freudige Erwartung bei den Liebhabern keltischer Musik angesagt. Aktuell besteht die Band aus den Mitgliedern Berk Demiray (Gitarre , Gesang und Komposition), Bozena Woitasky (Geige) und Rainer Burgmer („Master of Pipes“), der in Edingen wohnt. as der Mann mit Flöten, Whistles, Dudelsack und Klarinette alles anstellen kann. Als Gastmusiker waren diesmal die junge Sängerin Sophia Glaser aus Schriesheim mit ihrer atemberaubenden Stimme und last not least Jakob König als eindrucksvoller Percussionist mit seiner Djembe (Trommel aus Westafrika, die nur mit den Händen geschlagen wird) dabei.

Mehr als zwei Stunden lang gab es Folklore auf hohem Niveau von Musikern, denen man den Spaß an der Sache anhörte. „Improvisation und Spielfreude, das ist Dhalia’s Lane Stärke. Das kam dank der tollen Akustik in der Halle auch perfekt rüber zu den Zuhörern“, freute sich Demiray. Das hatte schon was. So sehen das auch Deny und Bodo Hirsch aus Neckarhausen. Sie sind lange schon Fans der Band und nutzen die Musik auch für Hobby (intuitives Malen) aber berufliche Zwecke (Kunsttherapie). Wenn Applaus das Brot des Künstlers ist, dann haben die Künstler seit Samstag bestimmt mehr Brot als Lieder.

Gerade aber diese Lieder finden Rainer Hopp aus Edingen und Tochter Melanie Kolbe, wohnhaft in Obrigheim/Pfalz, besonders toll. Nach Konzertende wollte noch niemand gehen. Zwei bejubelte Zugaben folgten. Die Band mit je nach Auftritt bis zu fünf Musikern gibt im Jahr ca. 40-50 Konzerte. „Gesucht wird deshalb im Moment noch ein Manager“, verriet Berk Demiray.

Lipowa-Inhaber Susanne und Werner Lieberknecht waren „sehr, sehr zufrieden“ und stellten im nächsten Jahr weitere Veranstaltungen in Aussicht.

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