Edingen-Neckarhausen

Edingen Kleintiertag beim Zuchtverein

Kinder sammeln Zutaten für das Abendessen

Der heimischen Fauna und Flora war man beim „Kleintiertag“ des Kleintierzuchtvereins Edingen auf der Spur. Neben verschiedenen Pflanzen lernten interessierte Kinder auch die tierischen Bewohner auf der Anlage näher kennen. Dabei erfuhren sie viel über die Haltung, Pflege und Fütterung der Tiere in Theorie und Praxis.

Zunächst begab sich die muntere Schar in Begleitung von Leonhard Aistleitner, Patrick Rücker und Lilia Foitzik auf eine Erkundungstour rund um die Kleintierzuchtanlage. Bei der Gelegenheit entdeckte man Spuren von Wühlmäusen und forschte nach Insekten. Außerdem beschaffte man für die meckernden und mümmelnden Kostgänger auf der Anlage Zutaten fürs Abendessen. Mit Ausnahme einiger Vogelarten die in Volieren gehalten werden, schätzt die Mehrzahl der Zucht- und Streicheltiere vegetarische Kost mit viel Grünfutter.

Pflanzenkunde macht Sinn

„Wir schauen jetzt mal nach Pflanzen die den Tieren gut bekommen“, zeigte Leonhard Aistleitner den Buben und Mädchen so manches Kräutlein aus dem Garten der Natur. Nicht alles was so wächst und gedeiht ist jedoch essbar oder ungefährlich, weiß der Naturfreund. Beispielsweise sind Nadeln und Samen der Eibe hochgiftig und auch der Kirschlorbeer hat es in sich. „In den Rabatten auf unserer Anlage wachsen auch Pflanzen die den Tieren nicht bekommen, deshalb macht so eine kleine Pflanzenkunde durchaus Sinn“, betonte Vereins-Chef Gerhard Stein.

Klar, dass das gesammelte Grünfutter für die Tiere handverlesen war und nix in die Tüte kam, was ihnen schadet. Da hatte selbst das meckernde Völkchen im Streichelzoo nicht zu meckern. Patrick Rücker der sich ebenso wie Leonhard Aistleitner um die Ziegen kümmert, beschrieb die Tiere als robust, geländegängig“ und grasende Landschaftspfleger.

„Hat das Huhn weiche Federn“, schwärmte Lea vom seidenweichen Gefieder der Seidenhühner, die den Streichelzoo mit den Ziegen teilen. Zu den Mitbewohnern zählen ferner Brandgänse und Kaninchen. In der großen Voliere gegenüber sind unter den Gefiederten neue Gäste eingezogen. Neben Pfau, Trauerschwänen sowie verschiedenen Enten- und Gänsearten zeigen sich jetzt auch Nachtreiher.

„Der hat kürzere Beine als ein Graureiher“, stellte ein Mädchen angesichts des gebückt sitzenden Gesellen fest. Ebenfalls nicht zu den Langbeinigen zählen verschiedene Sitticharten, die auf der Parzelle von Elena und Karl Tierbach in einer Voliere umherflattern. „Ach Gott sind die süß“, erfreute sich Anna an den schnäbelnden „Zaungästen“. Nach der Tour durchs Tierreich luden die Kleintierzüchter die muntere Schar noch zu Getränken und Kuchen in die Ausstellungshalle ein. fer