Edingen-Neckarhausen

„Kindergarten im Pavillon belassen“

Archivartikel

Bis 2025 steigende Schülerzahlen und ein Ganztagsangebot: Beides zusammen ergibt – Stand jetzt – einen zusätzlichen Raumbedarf an der Pestalozzischule in Edingen. Wie er gedeckt werden soll, will der Gemeinderat in den kommenden Jahren diskutieren. Klar scheint nach der jüngsten Beratung: Ein Wiedereinzug der Schüler in die inzwischen vom Martin-Luther-Kindergarten genutzten Räume kommt für die Mehrheit eher nicht in Frage. Genau das hatte die Verwaltung ursprünglich vorgeschlagen – bevor Bürgermeister Simon Michler das Thema gänzlich zurückstellte.

Rektorin Renate Wacker sähe in dem Pavillon indes die bessere Lösung als in der Nutzung der Holzmodule über die Zeit der Sanierung hinaus. Erstens gehe durch den Raumwechsel in das etwas weiter entfernte Provisorium Unterrichtszeit verloren, zweitens könne die Aufsichtspflicht aufgrund der Lage nur sehr aufwendig erfüllt werden. Argumente, denen im Rat zunächst explizit nur Markus Schläfer (CDU) folgen wollte: „Für mich klingt das schlüssig.“ Zumal noch im Raum steht, ob die bereits erhaltenen Fördermittel von 160 000 Euro für die Einrichtung der Krippe zurückgezahlt werden müssten. Die Mehrheit der Redner plädierte indes für eine Weiternutzung des Gebäudes durch den benachbarten Martin-Luther-Kindergarten. „Das hat sich gut eingespielt“, sprach Klaus Merkle (UBL) von einer „Sünde, das wieder rückgängig zu machen“. Sein Fraktionskollege Stephan Kraus-Vierling sah ebenfalls das „falsche politische Signal: das sind doch Steuergelder“. Den Kindergarten nicht „auseinanderzureißen“ forderte auch Eberhard Wolff (SPD): „Das kann man doch niemandem klar machen: Erst ertüchtigen wir das, dann reißen wir es wieder weg.“ agö