Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Gemeinderat soll Umlegung des Bereichs „In den Milben“ beschließen / Fraktionen bei Zeitplan vorsichtig

Kleiner Schritt in Richtung Hilfeleistungszentrum

Auf dem Weg zum Neubau eines Hilfeleistungszentrums an der Speyerer Straße will die Gemeinde Edingen-Neckarhausen einen weiteren Schritt vorankommen. In der nächsten Sitzung des Gemeinderates ist die Anordnung der Baulandumlegung geplant. Damit können die Grundstücke im Geltungsbereich des Bebauungsplans „HLZ und Gewerbe – In den Milben“ aufgelöst und neu aufgeteilt werden. Das wiederum ist Voraussetzung für eine Bebauung.

In dem Areal ist unter anderem der Bau eines Hilfeleistungszentrums geplant, das neben der Freiwilligen Feuerwehr auch das Deutsche Rote Kreuz beherbergt. Außerdem sollen rund 20 000 Quadratmeter für Gewerbetreibende ausgewiesen werden, die sich hier neu ansiedeln oder vorhandene Betriebe erweitern wollen. Außerdem ist geplant, die örtlichen Hundesportler hier unterzubringen.

Bis die Brandschützer in ihr neues Domizil einziehen können, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Dass das Projekt in weite Ferne gerückt ist, will der CDU-Fraktionschef Bernd Grabinger so zwar nicht sehen. „Aber wir sehen die Aufgaben, die wir vor uns haben“, sagt er. Die Sanierung der Schulen und die Schaffung von Kindergartenplätzen seien eine Pflichtaufgabe. „Wir haben schon viel für den Bau des Hilfeleistungszentrums getan“, unterstreicht er. „Dass wir das nicht von heute auf morgen umsetzen können, weiß die Feuerwehr auch“, betont Grabinger. Für ihn steht fest: „Das Hilfeleistungszentrum wird kommen, aber ob das jetzt in vier oder fünf Jahren ist, wird auch die Haushaltslage entscheiden.“

Thomas Zachler (SPD) wird da schon deutlicher: „Vor 2025 kann ich mir eine Realisierung nicht vorstellen.“ Die Gemeinde benötige das Gelände für den Bau, da fehle noch einiges. Trotzdem zeigt er sich gelassen: „Die Feuerwehrleute wissen das und sind auch geduldig.“

Hans Stahl, Sprecher der Unabhängigen Bürgerliste von FDP und FWV (UBL), hat es ein wenig eiliger. „Ich wünsche mir, dass in den nächsten fünf Jahren mit dem Bau begonnen wird.“ Allerdings schränkt er ein: „Das hängt natürlich von den weiteren Steuereinnahmen ab.“ Derzeit laufe es ganz gut. Für Stahl und die UBL steht aber zugleich fest: „Schulen und Kindergärten haben für uns Vorrang.“

Thomas Hoffmann von der Offenen Grünen Liste (OGL) gibt sich dagegen zurückhaltender: „Ich bin kein begeisterter Verfechter eines neuen Hilfeleistungszentrums.“ Aber er wolle garantieren, dass die Feuerwehr optimal arbeiten könne, verspricht er. hje