Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Vierte Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatbunds / Bürgermeister informiert über Flächen in Neckarhausen Nord

Kleintierzuchtgelände wird voraussichtlich 2020 bebaut

„Ich freue mich, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Es zeigt, dass die Verbundenheit zwischen den Vereinen funktioniert.“ Diese Feststellung traf der Vorsitzende des Kultur- und Heimatbundes Edingen-Neckarhausen, Wolfgang Ding, bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus. Es war die vierte Mitgliederversammlung des zum Kultur- und Heimatbund fusionierten Vereins. Er hat sich nicht nur als Dachorganisation der Vereine beider Ortsteile etabliert, es können auch Einzelpersonen Mitglied werden, um die der Vorsitzende warb.

„Unser Hauptaugenmerk gilt der Erstellung des Veranstaltungskalenders. Es würde Sinn machen, auch reinzugucken, um Überschneidungen zu vermeiden“, riet der Vorsitzende. Er dankte Andrea Ried, die sich seitens der Gemeindeverwaltung um den Veranstaltungskalender sowie dessen wöchentlichen Abdruck im Mitteilungsblatt kümmert. Auch bei den vielen Auflagen, die Vereine als Veranstalter zu erfüllen haben, steht laut Ding die Verwaltung hilfreich zur Seite.

Führung durch die Kunsthalle

Zukünftig wollen sich Timm Hartwig und Tobias Hertel verstärkt bei der Koordination sowie als Ansprechpartner von „Rund ums Schloss“ einbringen, so der Vorsitzende. Die stellvertretende Vorsitzende und Kulturreferentin Inge Herold, kündigte für den 10. Mai eine Führung durch die Kunsthalle Mannheim an. Herold ist dort stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Malerei, so dass eine ausgewiesene Expertin mit den Teilnehmern unterwegs sein wird.

Ein gutes Blumenjahr 2019 wünschte Blumenschmuckreferent Georg Schneider den Pflanzenfreuden, die sich wieder am Blumenschmuckwettbewerb beteiligen. Im vergangenen Jahr gab es 764 prämierte Teilnehmer, darunter 396 in Edingen und 368 in Neckarhausen. Der stellvertretende Leiter der Fotogruppe, Rainer Ludat, informierte im Anschluss über die Aktivitäten der Fotofreunde. Einen Einblick in das fotografische Schaffen gewährt stets die Kerweausstellung, die wieder ein großer Erfolg gewesen war. Ludat wies noch auf die Bezirks-Fotoschau hin, die Ende des Jahres im Neckarhäuser Schloss stattfindet.

Nach dem positiven Kassenbericht von Ursula Stephan und der Entlastung der Vorstandschaft wurde Alois Danzer zum neuen Kassenprüfer gewählt. Ums Geld ging es auch bei Bürgermeister Simon Michler in seinem Bericht. Der Bebauungsplan von Neckarhausen Nord befinde sich in den letzten Zügen. Mit den Abrissarbeiten am Kleintierzuchtgelände beginne man ab Juni und mit der Bebauung dann 2020. „Mit dem zweiten Abschnitt von Neckarhausen Nord wird es noch etwas dauern. Nach derzeitigem Stand wird man mit der Bebauung des gemeinsamen Vereinsgeländes für die Hundesportler aus beiden Ortsteilen erst Ende nächsten Jahres beginnen können, zuvor liegt kein Bebauungsplan für das Gebiet vor“, teilte Michler mit.

Durch die Bebauung von Neckarhausen Nord, der Tennisplätze in Edingen und der Bäko-Wiese (alles kommunales Eigentum) könnten zügig Einnahmen generiert werden, rechnete der Bürgermeister vor. Die reine Wohnbaufläche von Neckarhausen Nord belaufe sich auf etwa 26 500 Quadratmeter. Lege man 600 Euro pro Quadratmeter zugrunde, kämen 16 Millionen Euro zusammen, abzüglich vier Millionen Erschließungskosten, verblieben zwölf Millionen Euro Einnahmen. Teilweise sei aber auch Erbpacht als nachhaltige Einnahmequelle denkbar. Trotz der angespannten Finanzsituation kämen auf die Vereine keine neuen Kürzungen zu. „Neben dem in Eigenleistung renovierten und erweiterten neuen Kälble-Heim wird auch das neue Tenniszentrum am Sportzentrum bald fertiggestellt sein“, ließ Michler wissen. „Es ist schön, dass so viel Neues kommt, aber wir dürfen auch das was, bisher schon steht, nicht verloddern lassen, da liegt manches im Argen“, konstatierte Wolfgang Ding. fer