Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Betrieb auf neuer Anlage des Tennisclubs läuft / Strenge Hygiene-Vorgaben wegen Corona-Pandemie

Kommen, spielen, wieder gehen

„Wir konnten nach der Corona-bedingten Zwangspause mit als erste wieder sportlich aktiv werden, das hat auch den Tennissport am Ort gefördert“, betont der Vorsitzende des Ersten Tennisclubs Edingen-Neckarhausen (ETC), Georges Wild. Während andere Vereine froh seien, wenn sie in diesen sportlich eingeschränkten Krisenzeiten ihre Mitglieder halten könnten, verzeichne der ETC Edingen-Neckarhausen sogar einen Zuwachs.

Seit Februar ist Wild neuer Vorsitzender des ETC. Er habe damals nur unter der Voraussetzung das Amt angetreten, „dass auch was nachwächst.“ „Die Gruppe der über 50-Jährigen ist bei uns überrepräsentiert, wir freuen uns, dass jetzt auch wieder verstärkt junge Leute Interesse am Tennissport zeigen“, konstatiert der Vorsitzende und fügt an: „Unsere engagierte neue Jugendwartin Amelie Kapp erweist sich im Jugendbereich als echter Glücksgriff.“

Neue Anlage ein „Pluspunkt“

Ein „absoluter Pluspunkt“ sei auch die neue Tennisanlage im Sport- und Freizeitzentrum. „Die Gemeinde hat hier eine so tolle Anlage erbaut, da wollen wir auch was daraus machen“, betont Wild. Auf dem Gelände selbst seien aus Gründen des Infektions- und Gesundheitsschutzes aktuell zwar keine Zuschauer bei den Matches erlaubt, aber auch vorbeimarschierende „Zaungäste“ hätten sich schon für die Anlage begeistert. „Wir haben in jüngster Zeit bereits sieben neue Mitglieder aus Edingen-Neckarhausen und der Umgebung gewinnen können“, freut sich Wild.

Zwar sei einigen älteren Spieler der Abschied von der ehemaligen Anlage hinter dem Schulportgelände nicht leicht gefallen, aber an dem neuen Standort eröffneten sich für den Tennissport auch neue Perspektiven. „Wir bieten erstmals seit Jahren wieder ein Kinder- und Jugendtraining an“, berichtet Jugendwartin Kapp. Gerade nach dem Ende der strengen Corona-Auflagen habe man den Nachwuchs wieder in Bewegung bringen wollen. Bei Interesse könne man nach vorheriger Anmeldung auch einmal probeweise den Schläger schwingen. „Für die ältere Generation ist es wichtig, dass jetzt auch wieder im Doppel gespielt werden darf“, erklärt die ehemalige zweite Vorsitzende und jetzige Beisitzerin Waltraud Weißer. Im Hinblick auf Abstandsregeln erweise sich Tennis als idealer Sport. „Klar, dass man sich nicht abklatscht und auch sonst die Hygiene-Regeln einhält“, betont Weißer und fügt an: „Sieht man es rein sportlich, geht es uns gut, wir sind an der frischen Luft aktiv und haben kein Problem mit den Aerosolen, aber unter sozialen Gesichtspunkten betrachtet, leidet das Vereinsleben.“

Die Gemeinschaftsräume bleiben geschlossen und Veranstaltungen können ebenfalls nicht stattfinden. Und wenn das Match auch noch so schweißtreibend war, geduscht wird laut Vorschrift zu Hause. „Wir haben Glück, dass an dem Gebäude zwei Außen-Toiletten vorhanden sind, die unter besonderen Hygiene-Maßnahmen genutzt werden dürfen“, lässt Wild wissen.

Offizielles Fest steht noch aus

Ansonsten gelte für die Spieler die Devise „Kommen, Spielen, Gehen“. Damit nicht nur auf den eingezeichneten Laufwegen im Ein-und Ausgangsbereich alles seinen Corona-konformen Gang geht, ist täglich ein Vorstandsmitglied vor Ort. „Wir teilen uns diese Aufgabe solidarisch“, erklärt Weißer.

Gerne würde der Erste Tennisclub Edingen-Neckarhausen in diesem Jahr noch zu einem offiziellen Einweihungsfest der Anlage einladen. Nachdem sich 2019 die Eröffnung der Sportstätte immer weiter hinausgezögert hatte, war dafür keine Zeit mehr. „Mit dem Fest wollen wir ,Danke‘ sagen für die tolle Tennisanlage, die uns als Pächter von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, aber in Zeiten von Corona bleibt die Planung eines ebensolchen Festes ungewiss“, bedauert der Vorstand.

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