Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Bauern zeigen sich offen für Radschnellweg, lehnen aber alternative Route ab

Landwirte halten an Stangenweg fest

Archivartikel

Für die Landwirte in Ladenburg sind die Probleme mit dem Radschnellweg dank der jetzt favorisierten Kombivariante gelöst, für ihre Kollegen in Edingen-Neckarhausen könnten sie dagegen jetzt erst richtig beginnen. Im Kern geht es dabei um den Stangenweg, eine Art Bauern-Autobahn. Landwirte aus zehn Gemeinden bewirtschaften hier Felder, wie einer von ihnen erklärt.

„Der Stangenweg ist für uns existenziell“, macht Georg Koch als Sprecher der örtlichen Landwirte klar. Die jetzt favorisierte Trasse tangiere diesen zentralen Weg zwar nicht, ein ausgewiesener Alternativabschnitt allerdings schon. Wenn diese Variante zum Tragen käme, hätten die Bauern ein massives Problem. Doch auch der jetzt favorisierte Verlauf könnte den Landwirten Schwierigkeiten bereiten. Entlang der OEG-Linie ist nämlich noch nicht klar, auf welcher Seite der Gleise der Weg geführt und wie die Querungen bewältigt werden.

In den kommenden Wochen soll über Details gesprochen werden, wie das Regierungspräsidium bereits mehrfach angekündigt hat. Auch Begehungen der Gemarkung soll es dabei geben. „Es wäre schön, wenn wir dazu eingeladen würden“, betont Koch: „Das macht Sinn, denn wir Landwirte wissen ja, welche Feldwege wie stark genutzt werden.“ In Edingen-Neckarhausen ist eine solche Begehung für September geplant, wie Bürgermeister Simon Michler am Donnerstag auf Nachfrage erklärte. „Wir sind mit den Landwirten im engen Austausch“, versicherte er weiter. Sie könnten selbstverständlich auch an der Begehung teilnehmen, die für alle Bürger öffentlich sei. Nach dem vorläufigen Stand der Planung würde die Begehung am Nachmittag stattfinden, ehe am Abend der Gemeinderat zusammentritt. Auch in dieser Sitzung hätten Bürger und Landwirte dann noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen. hje