Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Die Narren der Kummetstolle brennen bei ihrer Prunksitzung ein fünfstündiges Feuerwerk ab

Las Vegas liegt am Neckar

Die heiße Phase der Fasnacht hat begonnen. Die Narren in der Region bereiten sich auf den Endspurt vor und das „närrische Feuer“ brennt lichterloh. So auch bei den Karnevalisten der Kummetstolle. Beim zweiten Sitzungswochenende der Karnevalsvereinigung wurde die Betriebstemperatur bereits in der freitäglichen Zusatzsitzung hochgefahren. Und beim großen Sitzungsfinale am Samstag gaben die Narren mit einem „Abend in Las Vegas“ nochmal richtig Gas. Auch in diesem Jahr waren alle Sitzungen bei der „Dorffastnacht vun Neggarhaiser fer Neggarhaiser“ in der Eduard-Schläfer Halle ausverkauft. Elferrat Helmut Ebert betonte dazu stolz: „Ausverkaaft sin mir eigentlisch immer“.

Der Klamauk-Marathon mit einem fünfstündigem Feuerwerk karnevalistischen Humors, Büttenreden und schmissigen Tanzeinlagen der Garden begann „narrtürlich“ um 19.11 Uhr mit dem Einmarsch der Elferräte sowie Prinzessin Imke I. „vom tanzenden Narrengestein“. Letztere verteilte daraufhin die Prinzessinnenorden an alle Helfer vor und hinter den Kulissen. Timm Hartwig, erster Vorsitzender des Vereins, übernahm die Ehrungen. Für 33 Jahre Aktivität wurde die „Kartenfee“ der Kummetstolle, Ingrid Hauck, geehrt. Die Ehrenkappe durfte Manuela Vier entgegennehmen.

Elferrat kurbelt Stimmung an

Der Elferrat heizte mit einer heiteren Darbietung schon zu Beginn der Show die Stimmung im Publikum an. In originalgetreuen Outfits lebten bekannte Persönlichkeiten aus Las Vegas auf der Bühne auf. Siegfried und Roy zauberten als Höhepunkt dieser Showeinlage die Prinzessin aus einem Zauberkasten auf die Bühne. Den Reigen der Tanzvorführungen eröffneten die niedlichen Funkinies mit einem „verrückten Schultag“. Timm Hartwig zeigte sich begeistert von der Vorführung: „Unsere Mädels in den verschiedenen Garden sind unser ganzer Stolz.“ Auf der Redner-Bütt philosophierten Lenny und Yannick, das „neue Prinzenpaar vum schiere Bleedsinn“ über alltägliche Geschichten in Neckarhausen. Das „Sternchen“ der Kummetstolle, Tanzmariechen Tamina Maiwald überzeugte mit einer akrobatischen Darbietung. Und beim phantastischen Marschtanz der Garde zeigte sich außer akrobatischen Meisterleistungen, dass man um die Zukunft der Garden nicht bange sein muss. Letzter Höhepunkt vor der Pause offerierte Lokalkolorit vom Feinsten. Die Hütchen, gesanglich verstärkt durch Dana Kick, wollten „Skifahrn uff de neie Neckarbrigg“ und durften ohne musikalische Zugabe die Bütt nicht verlassen.

Bei den Zuschauern kam das vielseitige Programm gut an. Ulla Köhler erzählte in der Pause: „Ich bin total begeistert von dem, was die Aktiven bisher wieder auf die Bühne gebracht haben.“

Nach der Pause stieg das Stimmungsbarometer in dem gelungenen Ambiente im „Las Vegas Style“ nochmals um einige Dezibel. Bei der Playback-Show der Tenöre stand der ganze Saal. Markus Rohr, ehemaliger „Schlappdewel“ und jetziger „Szenemacher“ überzeugte in der Bütt als erfolgloser Simulant. Alexandra Sattler und Isabell Schüßler, die Trainerinnen vom Männerballett, zeigten, was man mit bereitwilligen jungen Männern und wöchentlichem Training tänzerisch erreichen kann. Außerdem bewiesen Anja Speicher und Rene Zieher glaubwürdig, dass Ehealltag und die Beziehung zwischen Mann und Frau das Schwierigste auf der Welt ist. „Awwer am Mann liegt’s ned“ meinte Rene. Absoluter Stimmungsmacher des Abends war der ehemalige Frontmann der Partyband „Frontal Party Pur“, Giuseppe Cortese. Seine Partyreißer-Songs elektrisierten das gesamte Publikum.

Beim großen Finale mit allen Beteiligten auf der Bühne wurde das Kultlied „O mei Fastnacht“der Neckarhäuser Narren gesungen. Das bewegende Ende des stimmungsvollen Programms fiel Vielen nicht leicht. Doch weitergefeiert wurde noch bis in die Nacht hinein.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/neckarhausen

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