Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Edgar Wunder und Marion Miltz-Savidis stellen Programm zur Kommunalwahl vor

Linke strebt zwei Sitze im Gemeinderat an

Mindestens ein Sitz, am liebsten zwei, aber auf jeden Fall frischen Wind in den Gemeinderat bringen – das sind die Ziele der Linken in der Gemeinde Edingen-Neckarhausen für die kommende Kommunalwahl. Spitzenkandidat Edgar Wunder stellte im Beisein der auf Platz zwei stehenden Marion Miltz-Savidis in einer Wahlkampfveranstaltung mit einer Hand voll Teilnehmern im traditionsreichen „Friedrichshof“ in Edingen am Donnerstag ihr Programm vor.

„Seit 1984 die Grünen Einzug hielten, hat sich die Parteienzusammensetzung im Gemeinderat nicht mehr verändert“, sagte Wunder. Die Linken täten dem Gremium mit ihren Ideen zu mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und konkreten Lösungen lokaler Aufgaben sicher gut. Besonders das Thema Bürgerbeteiligung und Transparenz liegt den Linken nach eigenem Bekunden am Herzen. „Wir wollen, dass sämtliche öffentlich diskutierten Themen und dazugehörigen Unterlagen allen Bürgern digital zur Verfügung stehen“, sagte Wunder. Außerdem setze man sich für eine Satzung zur Bürgerbeteiligung ein, ähnlich der von Mannheim.

Wunder kritisierte, dass die führenden Parteien im Gemeinderat das Votum des Bürgerentscheids zum Bebauungsplan „Mittelgewann“ ignorierten. „Für uns hat ein Bürgerentscheid eine Halbwertszeit von mindestens zehn Jahren. Das hat mit Respekt vor dem Bürger zu tun“, erklärte Wunder. Dass sich die Kommune vor dem Druck der Wohnraumsituation nicht verstecken kann, weiß allerdings auch die Linke. Sie will sich deshalb für maßvolle und sozial gerechte Entwicklung von Wohnungen und Wohngebieten einsetzen. Eine Politik der kleinen Schritte propagiert Wunder in Bezug auf besseren Klimaschutz. Dass Edingen-Neckarhausen im Vergleich zu anderen Gemeinden in Rhein-Neckar bei Produktion und Verwendung erneuerbarer Energien auf einem der letzten Plätze steht, findet er nicht haltbar. „Wir müssen die Bürger unterstützen und Anreize schaffen“, sagte Wunder.

Die Neckarbrücke nach Ladenburg werde nun Realität, und sie habe auch ihre guten Seiten – die Nachbarn rückten näher zusammen. In Sachen Lärmschutz sei hier aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, betonte der Spitzenkandidat und Kreisrat.

Den Wahlkampf insgesamt fassten die Linken so zusammen: Man habe gute Gespräche mit Bürgern geführt und setze auf Themen statt auf Bilder: „Wer kann sich schon die ganzen Gesichter und Namen auf den Plakaten merken?“