Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Feuerwehr blickt bei Hauptversammlung auf arbeitsreiches Jahr zurück / 104 Einsätze für Brandschützer

Mehr als 2000 Stunden ehrenamtlicher Dienst

Archivartikel

2019 war für die Freiwillige Feuerwehr Edingen-Neckarhausen wieder ein einsatzreiches Jahr. Die Feuerwehrleute rückten zu 104 Einsätzen aus. „Zur Bewältigung dieser Aufgabe absolvierten die Männer und Frauen der aktiven Wehr in ihrer Freizeit knapp 2100 ehrenamtliche Dienststunden“, informierte der stellvertretende Kommandant, Marcus Heinze, bei der Jahreshauptversammlung. Um sich buchstäblich ein Bild von den teils dramatischen Einsätzen zu machen, zeigte Kommandant Stephan Zimmer eine Bilderschau.

Es war die erste Hauptversammlung nach der vollzogenen Fusion der beiden Abteilungen Edingen und Neckarhausen. Mit dem Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“, hatte Kommandant Stephan Zimmer die Versammlung eröffnet.

„Es war alles dabei: Brände, Hilfeleistungen, Wasserrettungen sowie in diesem Jahr seit längeren auch wieder Unglücksfälle im Gleisbereich der Bundesbahntrasse“, listete Marcus Heinze beim Verlesen des Jahresberichtes auf. Dabei habe sich in 2019 der Juni mit 17 Einsätzen als einsatzreichster Monat herausgestellt.

Um den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden, seien im vergangenen Jahr 43 einsatzspezifische Übungen angeboten worden. Insbesondere mit dem neuen Luftkissenboot sei fleißig geübt und trainiert worden. „Aktuell hat unsere Feuerwehr eine Stärke von insgesamt 134 Kameradinnen und Kameraden, davon 74 Aktive, 24 Feuerwehr-Senioren und 36 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr“, rechnete Heinze vor.

Neben der 50-Jahr-Feier stand für die Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr ebenfalls alles im Zeichen der Neustrukturierung. Wie bei der aktiven Wehr wurde auch bei den Jugendwehren beider Ortsteile der Zusammenschluss vollzogen. Zum neuen Jugendwart wurde David Heid und zu seinen Stellvertretern Tamara Rausch und Justin Imhof gewählt. Zurzeit zählt die Jugendfeuerwehr Edingen-Neckarhausen acht Mädchen und 28 Jungs im Alter von neun bis 18 Jahren zu ihren Mitgliedern. Höhepunkt in 2019 war ein Pfingstzeltlager auf dem Edinger Schulsportgelände mit Teilnehmern aus der Region und der Partnergemeinde Plouguerneau.

Kassenwart Sascha Heid verzeichnete in seinem Bericht mehr Ausgaben als Einnahmen, Bürgermeister Simon Michler dankte den Brandschützern im Anschluss für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden. „Um Sie zu unterstützen ist es wichtig, dass der Fuhrpark stimmt. Das neue Hilfeleistungsfahrzeug kostet circa 600 000 Euro bei einem Zuschuss von 92 000 Euro, und es wird voraussichtlich Ende des Jahres angeliefert“, informierte Michler.

Weniger konkret war das Ortsoberhaupt in Sachen Hilfeleistungszentrum. Das Bebauungsplanverfahren laufe, und es seien zunächst 70 000 Euro in den Haushalt aufgenommen worden. Es sei an der Zeit, mit dem Bauvorhaben in die „finale Phase“ zu kommen. „Niemand kann im Moment sagen, was das Hilfeleistungszentrum am Ende kostet. Aber eines ist sicher, es wird das größte Projekt innerhalb unserer Gemeinde werden“, sagte Michler.

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