Edingen-Neckarhausen

Edingen Beim Linzer-Torten-Wettbewerb der Kerwe werden 24 Kuchen eingereicht / 2020 ist Fortsetzung in veränderter Form geplant

Mit Familienrezept zum ersten Preis

Das „Olympische Torten-Komitee Edingen-Neckarhausen“ hatte bei seiner dritten Linzer-Torten-Olympiade im Rahmen der Edinger Kerwe weniger Teilnehmer als im Vorjahr. „Im vergangenen Jahr haben sich noch knapp über 50, in diesem Jahr 24 Hobbybäcker ans Werk gemacht“, erklärten die Initiatoren und Organisatoren des süßen Wettbewerbs, Eberhard Wolff und Georg Schneider.

Mit der Anzahl könne man aber dennoch zufrieden sein, die Jury habe wieder die Qual der Wahl, versicherten die beiden. Nicht im stillen Kämmerlein, sondern öffentlich im Gasthaus Friedrichshof verkostete eine Fachjury die eingereichten Linzer Torten.

„Das Auge isst bekanntlich mit, aber die schönsten waren vom Geschmack her nicht immer die besten Torten“, stellte Juror Karl-Heinz Schmich fest. Es sei so ziemlich alles dabei gewesen, was der vorgegebene Rahmen hergebe.

Lauter kreative Teilnehmer

Neben optisch und geschmacklich ansprechenden Torten seien auch etwas speckige zu wenig durchgebackene und überwürzte Vertreter des Kuchen-Klassikers dabei gewesen, konstatierte der Eberbacher Konditormeister, Jürgen Müller. Der Jury gehörte ferner Richard Renner an, der ebenfalls den „gewürzten Mürbeteig“ in gebackener Form unter die Lupe nahm. Alle drei sind Mitglieder der Konditoren-Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Mannheim.

Bewertet wurden Aussehen, Konsistenz und Geschmack der Linzer Torten. Die maximale Punktzahl von jeweils zehn Punkten pro Kategorie habe zwar niemand erreicht, aber kreativ seien alle Teilnehmer gewesen, lautete das salomonische Urteil der Juroren. Unter den Backfreudigen waren auch einige wenige Männer. „Ich backe, seit ich sechs Jahre alt war und habe damit nie mehr aufgehört“, versicherte der in Edingen lebende Amerikaner Theron Johnson.

Nachdem sich das Trio vom Fach durch die Torten probiert hatte, standen die Siegerinnen fest. Zur Linzer Torten-Königin 2019 wurde Katharina Pelka gekürt. „Ich habe das Rezept von meiner Oma, da steckt viel Liebe drin“, erzählt die Hobbybäckerin.

Sie erhielt ein vom Linzer Tourismusverband gesponserter Wochenend-Aufenthalt für zwei Personen in der oberösterreichischen Stadt. Zweite wurde Regina Ullmann, die ebenfalls auf ein „vererbtes“ Rezept zurückgegriffen hatte. Den dritten Platz sicherte sich Petra Schwalme-Krüger, sie gewann die erstmals vor zwei Jahren ausgerichtete Torten-Olympiade. Bürgermeister Simon Michler gratulierte den Preisträgerinnen des süßen Wettbewerbs.

Er freute sich über den originellen Wettbewerb, der einen weiteren Höhepunkt im reichhaltigen Kerweprogramm darstelle. Die Leckereien waren für das Publikum aber nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum „Anbeißen“. Stückchenweise wurden sie für einen guten Zweck verkauft. „Ich esse Linzer Torten für mein Leben gern“, ließ Gemeinderat Roland Kettner wissen, der gleich zugriff.

„Die dritte ist zugleich die letzte Linzer Torten-Olympiade“, erklärte Eberhard Wolff und fügte an: „Falls wir weitermachen, wollen wir für mehr Kuchen-Vielfalt in Form von „Kerwe-Kuchen“ samt kleiner Back-Geschichte sorgen.“

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