Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Ortsverband ist landesweit „Aufsteiger des Jahres“

NABU plant eine eigene Jugendgruppe

Beim Landesverband des Naturschutzbundes (NABU) Deutschland gilt Edingen-Neckarhausen als Aufsteiger des Jahres. Dieses Lob aus Stuttgart gab Stefan Brendel bei der Hauptversammlung des Ortsverbandes stolz weiter. Ein Jahr nach ihrer Gründung zählt die NABU-Ortsgruppe bereits 156 Mitglieder. Seitens des Vorstands-Quartetts der Ortsgruppe blickte Brendel auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Knapp 20 Mitglieder waren zu der Zusammenkunft in die „Neckarperle“ gekommen. Als einen „recht schönen Erfolg“ bezeichnete Brendel die Installation einer insektenfreundlicheren Straßenbeleuchtung in der Gemeinde, die auf die Initiative des NABU zurückzuführen sei. „Dass es dazu gekommen ist, ist vor allem auch mit Dein Verdienst“, attestiere Thomas Hoffmann seinem Vorstandskollegen. Ferner habe die Ortsgruppe die Wanderausstellung des Landes zum Thema Boden und Moore präsentiert sowie Stellungnahmen zu Bauplänen und dem Flächennutzungsplan abgegeben. Außerdem habe es viele Exkursionen gegeben, zuletzt gemeinsam mit dem Kultur- und Heimatbund ins Edinger Ried. Die Exklave stelle eine „unheimlich schöne und interessante Ecke“ der Gemeinde dar, so dass sich ein weiterer Ausflug dorthin lohne, bemerkte Norbert Pfrang dazu.

Mehrfach sei der NABU für Amphibien, Bienen, Enten und Fledermäuse im Einsatz gewesen. „Wir bekommen diesbezüglich Anrufe und versuchen, soweit machbar, zu raten und zu helfen“, sagte Brendel. Neben dem Anbringen von Nistkästen widme man sich auch der Vogelbeobachtung, darunter der von Schleiereulen und Turmfalken. Zuletzt sei man am Aktionstag „Lebendiger Neckar“ mit Kreativ-Angeboten in der Fischkinderstube präsent gewesen. Dort will man auch am 24. August beim kommunalen Ferienprogramm aktiv werden.

Die regelmäßigen Gespräche mit der Gemeindeverwaltung bezeichnete Brendel als konstruktiv und förderlich. Ein Mitglied wollte wissen, was aus dem Krottenneckar werden wird. „Seitens des Regierungspräsidiums plant man eine Entschlammung des Seitengewässers, vermutlich soll im Winter mit dem Ausbaggern begonnen werden“, erklärte Thomas Hoffmann und fügte an: „Wir als NABU werden an dem Thema dranbleiben.“

Zwischenzeitlich hat die Ortsgruppe auch etwas Geld in der Kasse. „Wir haben mit null angefangen, bevor wir dann einen Gründungszuschuss des Landesverbandes erhielten, erklärte Birgit Jänicke. Sie verlas den Kassenbericht mit Tendenz nach oben. Kassenprüfer Gustav Klersy bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, worauf Christiane Kranz die Entlastung des Vorstands einleitete.

„Wir sind ein tolles Team und wollen uns auch in Zukunft für die Natur vor Ort engagieren“, erklärte Stefan Brendel beim Ausblick, der auf den Rückblick folgte. Unter anderem denke man an die Gründung einer Jugendgruppe. In diesem Zusammenhang sollten die Kontakte zu den Schulen verstärkt werden. „Um das alles zu stemmen, würden wir uns über neue aktive Mitglieder freuen, wobei uns natürlich auch Passive willkommen sind“, führte Brendel weiter aus. Wer Zeit und Lust hat könne sich auch gerne bei der Gestaltung und Wartung der Homepage einbringen.