Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Weitere LED-Umrüstung beschlossen

Neue Leuchten für Hallen und Straßen

Archivartikel

Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen will in diesem Jahr etwa 620 weitere Straßenleuchten sowie die Beleuchtung in der Werner-Herold- und der Pestalozzi-Halle auf LED-Technik umrüsten. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung ist der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig gefolgt. Die Ausschreibung soll im März, die Vergabe bis Mai erfolgen. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Hallen während der Sommerferien und die Straßenleuchten in der Zeit ab September/Oktober umgerüstet werden.

Die Kosten für die neue Straßenbeleuchtung in Edingen und Neckarhausen beziffert die Verwaltung auf rund 320 000 Euro. Gut 60 000 Euro erhält die Gemeinde dafür an Fördermitteln aus einem Programm des Bundesumweltministeriums. In Neu-Edingen werden die Leuchten vorerst nicht erneuert, erläuterte Klaus Bellgardt vom Ingenieurbüro StepConsult (Maikammer), das die Umrüstung plant, ausschreibt und begleitet. Der Bestand dort sei vor nicht allzu langer Zeit saniert worden und im Schnitt sieben Jahre alt – bei einer Lebensdauer von etwa 30 Jahren. Ein Austausch der überdies qualitativ hochwertigen Leuchten wäre dementsprechend wirtschaftlich nicht vertretbar, so der Ingenieur.

Die Umrüstung der beiden Hallen schlägt mit insgesamt rund 162 000 Euro zu Buche, 55 000 Euro gibt es als Fördermittel. Bei jährlichen Stromkosteneinsparungen in Höhe von rund 7000 Euro würde sich die Investition in der Herold-Halle in gut elf Jahren amortisieren, hat Bellgardt errechnet. Für die Pestalozzi-Halle ist die Investition nach gut 15 Jahren ein Gewinn, da jährlich rund 1800 Euro gespart werden könnten – die derzeitigen Belegungszeiten unterstellt. Für die Straßenbeleuchtung ergebe sich wegen unterschiedlicher Systeme eine durchschnittliche Amortisationszeit von sechs Jahren, so Bellgardts Kalkulation.

Weil Fördermittel fortan nur noch dann fließen, wenn auch die Regelungs- und Steuerungstechnik erneuert wird, denkt die Verwaltung bereits daran, 2020 die Eduard-Schläfer-Halle umzurüsten, wo dies ohnehin erforderlich würde.

Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde bereits rund 920 Lichtpunkte der Straßenbeleuchtung mit der neuen Technik ausgestattet und dafür rund 400 000 Euro investiert. Im Rahmen des Kommunalinvestitionsfördergesetztes erhielt sie 310 000 Euro. Wie Bellgardt erläuterte, sei dieser erste Umrüstungsabschnitt bis auf einige Restarbeiten abgeschlossen.

Nachbesserungen in Aussicht

Stephan Kraus-Vierling (UBL) und Bernd Grabinger (CDU) baten in diesem Zusammenhang darum, die Ausrichtung der Leuchten an der Hauptstraße neben der Fischkinderstube zu überprüfen, da sie statt des Radwegs vor allem die gegenüberliegende Straßenseite inklusive Hauswände ausleuchteten. Wie Bellgardt erläuterte, liege das an der Neigung der sogenannten Peitschenmasten, die sich nur bis zu einem gewissen Grad über die eingebauten Leuchten ausgleichen lasse. „Wir werden aber schauen, was wir noch machen können“, sagte er: „Versprechen können wir aber nichts.“ Möglichkeiten der Abschirmung gebe es allerdings nicht. „Vielleicht müssen wir dort nicht mehr so stark beleuchten“, regte Grabinger eine mögliche Reduzierung der Masten an. Gleichzeitig appellierte er, „die dunklen Ecken“ in der Gemeinde nochmals zu überprüfen: „Angsträume müssen wir keine schaffen.“