Edingen-Neckarhausen

Edingen Hauptversammlung des Fördervereins Schlösschen

Nutzungskonzept für großen Saal wird erstellt

Archivartikel

„Eines ist sicher: „Wenn wir uns hier im Dezember versammeln, um Inge Herold bei ihrer schon traditionellen Lesung zu lauschen, dann ist der große Schlosssaal fertig.“ Diese Feststellung traf der Vorsitzende des Fördervereins Edinger Schlösschen Hans Stahl bei der Jahreshauptversammlung. Zwar sind die Restaurierungsarbeiten am historischen Holzboden im Saal auf der Beletage beendet, aber der freigelegte und in seiner ganzen Pracht wiederhergestellte Fußboden bedarf noch der Schonung. So hatte man im Foyer im Erdgeschoss Stühle aufgestellt, um die Versammlung im Schlössel und damit an der Wirkungsstätte des Fördervereins durchzuführen.

„Wenn Ihnen kalt ist, dann holen Sie sich einen wärmenden Mantel aus der Kleiderstube“, scherzte Stahl bei der Begrüßung. Die gemeinnützige Einrichtung ist ja ebenfalls im Barockbau untergebracht. Neben dem großen Saal als Hauptaugenmerk seien im Obergeschoss auch die Sanitärräume neu hergerichtet worden, informierte der Vorsitzende. Was den großen Saal betreffe, seien nach der Fertigstellung des Holzbodens nun die ebenfalls aufwendigen Arbeiten an der historischen Stuckdecke an der Reihe. Außerdem will man die vorhandenen Türen erneuern die neueren Datums sind.

„Die Mittel um den Schlosssaal auf Vordermann zu bringen sind da, es wurden im Gemeindehaushalt Gelder für diesen Zweck eingeplant. Generell betrachten wir uns aber als Förderverein und nicht als Verein der nur fordert“, betonte Stahl. „Das wertvollste sind die Stuckdecken, deren Vorhandensein ist eine ganz tolle Sache Herr Bürgermeister, wandte sich Stahl an Simon Michler als oberstem Hausherrn. Im Erdgeschoss sei eine Eineinhalb-Zimmerwohnung freigeworden, die man zum Unterbringen von Inventar nutzen wolle, sagte Stahl weiter. Im Ober- und Dachgeschoss sollen die Wohnungen weiter vermietet bleiben, um erstens das Schlössel zu beleben und zweitens Einnahmen zu generieren. Für eine positive Außenwirkung sorge auch die ehrenamtliche Gartengestaltung von Helga und Paul Raab sowie die Blumen an den Fenstern.

Die stellvertretende Vorsitzende Inge Honsel informierte über die geselligen Veranstaltungen im Schloss. Eine ganz tolle Idee sei der Kaffeenachmittag mit den Partnerschaftsfreunden aus Plouguerneau und einem echt deutschen Kuchenbüffet gewesen. Der freundschaftliche Kaffeetreff ging auf eine Anregung von Honsels Vorstandskollegin Maryvonne Le Flecher zurück. Ein Erfolg sei auch die Kerwe-Straußwirtschaft der Bürger in Aktion sowie der „Tag des offenen Denkmals“ gewesen. Bei solchen Gelegenheiten kommt auch immer etwas Geld in die Kasse, darunter 589 Euro als Reinerlös der Kerwe-Straußwirtschaft der Bürger in Aktion. Der Betrag soll in die Restaurierung der Eingangstür investiert werden.

Vorsitzender im Amt bestätigt

Kassiererin Ursula Stephan informierte über zwei getrennte Konten. Zum einen über die Einnahmen des Fördervereins, zum anderen über das von Dietrich Herold geführte Immobilien-Konto dessen Gelder aus Mieteinnahmen ins Schlössel reinvestiert werden. Seitens der Kassenprüfer attestierte Gudrun Maßholder eine einwandfreie Kassenführung, worauf Alois Danzer die Vorstandschaft mit den Worten entlastete: „Die machen ihre Arbeit mit Herzblut.“ Im Herbst wolle man ein Nutzungskonzept im Hinblick auf den großen Saal sowie in Zusammenarbeit mit Verwaltung und Gemeinderat ein Finanzierungskonzept erstellen.

„Anfallende Arbeiten wie Außenfassade, Fensterläden und Innenbereich machen eine solches Konzept notwendig“, betonte der wiedergewählte Vorsitzende. Er wurde ebenso wie seine Vorstandskollegen einstimmig in seinem Amt bestätigt. fer