Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Gottesdienst in St. Andreas

„Ökumene hat riesigen Schritt nach vorn gemacht“

Unter dem Motto des Tages „Aufblühen – Entfalte, was in dir steckt“ luden die evangelischen Kirchengemeinden Edingen und Neckarhausen zusammen mit der katholischen Seelsorgeeinheit Mannheim St. Martin auch in diesem Jahr am Pfingstmontag zu einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst ein. Die Gestaltung des Gottesdienstes auf dem Freigelände der katholischen Pfarrkirche St. Andreas in Neckarhausen fiel der feuchten Witterung zum Opfer. Die Pfingstfeier konnte aber in das Kirchengebäude verlegt werden.

Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Andreas Pollack von der evangelischen Kirche Neckarhausen und Gemeindereferentin Eva-Maria Ertl von der katholischen Seelsorgeeinheit Mannheim St. Martin sowie Prädikantin Madlen Mettenbrink-Franz vom Kirchenbezirk Weinheim.Die junge Frau, Religionslehrerin im Hauptberuf, vertrat die evangelische Gemeinde in Edingen, deren Pfarrstelle derzeit noch vakant ist. „Schön, dass Sie aus allen der eingeladenen Gemeinden den Weg nach Neckarhausen gefunden haben“, freute sich Andreas Pollack bei der Eröffnung.

150 Gottesdienstbesucher

Mitglieder der evangelischen und katholischen Gemeinden aus Friedrichsfeld, Seckenheim, Neckarhausen und Edingen nutzten den Pfingstmontag, um die Ökumene zu pflegen. Seit langer Zeit schon steht das Pfingstfest als Zeichen der Einheit aller Christen.“„Die Ökumene hat schon einen riesigen Schritt nach vorne gemacht“, findet Pollack. Mehr als 150 Gläubige von ganz jung bis ganz alt sorgten für einen schönen Rahmen im fast voll besetzten Gotteshaus. Dem Eröffnungslied „Komm Heiliger Geist“ folgten das Tagesgebet und die Fürbitten mit der Anrufung des Heiligen Geistes.

In seiner Predigt fragte Pfarrer Pollack: „Was kann ich tun zum Nutzen aller?“ Eva-Maria Ertl verglich die Talente der Menschen mit „aufbrechenden Blüten, die sich mit dem richtigen Geist entfalten können“. Dazu konnte man bereitstehende kleine Papierblüten mit seinen Wünschen und Talenten beschriften, und in großen Wassergläsern vor dem Altar „zum Blühen bringen“.

„Wer am Solidaritätsessen teilnimmt, hilft mit, jungen Menschen Perspektiven im eigenen Land zu ermöglichen“, berichtet die Initiatorin der Tanzania-Gruppe, Elisabeth Höller danach in ihrer emotionalen Abschiedsrede. Sie bedauerte, dass das Essen aus Altersgründen zum letzten Mal stattfinde. Eva-Maria Ertl bedankte sich bei Elisabeth Höller. Anschließend lud die Ökumenische Tanzania-Gruppe Edingen-Neckarhausen zum Mittagessen in St. Michael ein, wie seit nunmehr 13 Jahren. An einem Stand wurden zudem Produkte aus der Dritten Welt zu fairen Preisen angeboten.

Mit dem Erlös des Solidaritätsessens an Pfingstmontag hilft die Tanzania-Gruppe sozialen Projekten und Menschen ohne Ausbildung in Afrika. „Ich hoffe innigst, dass diese Tradition weitergeführt wird,“ sagte Elisabeth Höller. mic