Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Zwei neue Mitglieder begrüßt

Offene Grüne Liste ab sofort zweistellig

Gut aufgestellt will die Offenen Grüne Liste (OGL) Edingen-Neckarhausen bei der Kommunalwahl 2019 antreten. „Wir sollten uns spätestens ab dem kommenden Frühjahr Gedanken darüber machen. Wir brauchen schließlich 22 Leute auf der Liste, und ich werde mit Sicherheit nicht mehr kandidieren“, stellte OGL-Rat Gerd Brecht fest. Vor dem Ausblick stand aber erst einmal der Rückblick. Gemeinderat und OGL-Sprecher Thomas Hoffmann informierte dabei über ein breites Spektrum von Initiativen und Anträgen, die die OGL initiiert oder begleitet habe. „Wenn man sich richtig reinhängt, dann kann man schon etwas bewirken“, lautete sein Fazit.

Gleich zu Beginn konnte Hoffmann zwei neue Mitglieder begrüßen. Damit wuchs der Bestand auf über zehn Personen an. In seinem Jahresbericht erwähnte er vier Veranstaltungen in Kooperation mit den Grünen. Dazu zählte die Kerwe, der Aktions-Tag Lebendiger Neckar, die Beteiligung am Ferienprogramm sowie eine Fairtrade-Veranstaltung, mit dem langfristigen Ziel, Edingen-Neckarhausen in eine Gemeinde des fairen Handels zu verwandeln.

Thematisch habe man sich ebenfalls auf grünem Terrain bewegt. Einen „tollen Erfolg“ hat nach Hoffmanns Ansicht die Bürgerinitiative (BI) Mittelgewann erzielt. Die OGL habe die BI in ihrer Ablehnung des Mittelgewanns als Baugebiet von Beginn an unterstützt. Bürgermeister Michler und „einige andere“ hätten aus ihrer Vorgehensweise gelernt. „Hau-Ruck-Maßnahmen gehen nicht mehr, man muss die Bürger ins Boot holen“, sagte Hoffmann weiter.

Ein wichtiges Thema stelle auch die Klimaschutz-Werkstatt sowie die „wieder zum Leben erweckte“ Zukunftswerkstatt dar. In Sachen TFA im Trinkwasser sei es keine Lösung „die Grenzwerte hochzusetzen, damit wir freie Fahrt haben“, betonte Hoffmann. Seine Sprecher- und Rats-Kollegin Angela Stelling regte an, das Wasser längerfristig zu untersuchen, um negative Auswirkungen auf den Menschen auszuschließen. „Wir haben auch die Einstellung einer Umweltbeauftragten unterstützt“, bemerkte Hoffmann. Ein bisschen mehr „Power und Profil“ würden dem Amt allerdings nicht schaden.

Als ein positives Beispiel in Sachen Wohnungsbau, bezeichnete er Neckarhausen Nord, weil hier Innen- vor Außenentwicklung gehe. Ein wichtiges Thema, in das man sich mit „aller Energie reinhängen will“, sei die Fortschreibung des Flächennutzungsplans: „Wir werden genau hinschauen, was da geschieht.“ Das treffe auch für den Neubau der Neckarbrücke zu. „Die geplanten Maßnahmen zum optimalen Lärmschutz können wir uns zugute schreiben“, betonte Hoffmann.

Für lokales Glyphosat-Verbot

Dranbleiben wolle man auch am Ausbau des Radweges am Neckar. Außerdem wolle man darauf achten, dass auf gemeindeeigenen Flächen sowohl bei denen in Eigenregie bewirtschafteten als auch bei künftigen Verpachtungen kein Glyphosat eingesetzt werde. Beim langsam verlandenden Krottenneckar als natürlicher Fischkinderstube, sieht die OGL ebenfalls Handlungsbedarf. Als nicht schlecht, insbesondere im Hinblick auf die Kommunalwahl 2019, bezeichnete Finanzchef Walter Heilmann die Kassenlage. Seitens der Kassenprüfer bescheinigte Rolf Stahl eine einwandfreie Kassenführung.

Die Neuwahlen gingen problemlos vonstatten. Die OGL-Sprecher Thomas Hoffmann und Angela Stelling wurden ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie Kassenwart Walter Heilmann. Zum Beisitzer wurde Rolf Stahl gewählt. fer