Edingen-Neckarhausen

Edingen Kälble starten mit traditioneller Flaggenhissung in die heiße Phase der Fasnacht

Premiere am neuen Domizil

„Ich bin ganz stolz darauf, dass ich die erste Prinzessin bin, zu deren Ehren die Kälble-Fahne vor dem neuen Vereinsheim gehisst wird“, freute sich Jessika II. Die First Lady der Karnevalsgesellschaft Edinger Kälble (KEK) ist somit im doppelten Wortsinn „first“, also die Erste. Mit der traditionellen Flaggenhissung vor dem Vereins-Domizil starteten die Kälble-Karnevalisten in die heiße Phase der Fasnacht. Der Flaggen-Appell zu Ehren der Hoheit erwies sich als flotte Zugnummer.

„Herbei mit der Fahne!“, kommandierte Kälble-Vorsitzender Stefan Specht. Die Gardemädchen waren angetreten und formierten sich zum Appell. Fahnenjunker Walter Mülbert knüpfte die Kälble-Fahne auf, ruck-zuck ging es mit ihr den Fahnenmast empor, und kurz darauf wehte das närrische Banner im Wind. „Liebe Prinzessin, du bist eine tolle Regentin, mach’ weiter so“, lobte Stefan Specht und fügte an: „Wir wünschen dir eine unvergessliche Kampagne.“ Warme Worte gab es auch von Senatspräsident Stefan Wetzel, der seitens des Senats ein Geschenk an die Lieblichkeit überreichte. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung wechselte man rasch von draußen nach drinnen.

Grill statt Herd

Traditionell lädt die Prinzessin aus Anlass der Flaggenhissung zu einem Essen ein. „Guten Appetit, das Büffet ist eröffnet“, ermunterte die Hoheit zum Zugreifen. Kälble-Wirtschaftsminister Dieter Schroth war angesichts der noch nicht fertiggestellten Küche unter die „Winter-Griller“ gegangen. Ruck zuck brutzelte er auf dem Gas-Grill die Bratwürste. „Bis auf die Elektrik sowie die Klein- und Feinarbeiten sind wir im Innenbereich unseres Vereinsheims nahezu fertig, weiter geht es mit den Außen- und Verputzarbeiten“, erklärte der Kälble-Chef.

Närrisches Jubiläum: 66 Jahre

Spechts Ehefrau, Schatzmeisterin Ulrike Wanger, würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde während der Umbauphase. „Man hatte für uns immer ein offenes Ohr“, betonte Wanger. Und für Elferratspräsident Kevin Hockenberger, der ebenfalls zu den ehrenamtlichen Schaffern zählt, bedeutet das neue Domizil „einen großen Schritt in der Vereinsgeschichte.“ Die Kälble, einst eine Abteilung des Turnvereins Edingen, feiern in diesem Jahr ihr 66-jähriges Bestehen und damit ein närrisches Jubiläum.

Die Jubiläums-Prinzessin präsentierte sich an diesem Abend als „Lady in red“ mit schwarzem Samt-Jäckchen. Ihr hoheitliches Amt bereite ihr viel Freude, versicherte die fastnachtserprobte Prinzessin, die in Friedrichsfeld wohnt und in Edingen tanzt. Seit etlichen Jahren schwingt die hübsche Brünette in der Kälble-Elferratsgarde ihre Beine, was ihr zu dem royalen Titel Jessika II. „aus dem Herzen des Vereins“ verhalf.

Jetzt freut sich die Hoheit samt Narrenschar erst einmal auf die große Narrensitzung am Samstag, 15. Februar, um 19.33 Uhr in der Pestalozzihalle. Karten für das mehrstündige bunte Programm aus Tanz, Musik und Büttenbeiträgen sind ab sofort im Vorverkauf bei Schreibwaren Ratzefummel erhältlich.

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