Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Sozialverband wählt neuen Vorstand / Sorge wegen Überalterung der Mitglieder

Reiner Spatz VdK-Vize und Kassenwart

Archivartikel

„Ich freue mich, dass ich auf eine komplette Vorstandschaft blicken darf.“ Diese Feststellung traf der wiedergewählte Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Edingen-Neckarhausen, Achim Wirths. Bei den Vorstandswahlen konnten alle Posten besetzt werden, wenn auch teilweise in Personalunion.

Zwar könne man nicht von einem aufregenden Jahr sprechen, aber der 305 Mitglieder starke VdK-Ortsverband Edingen-Neckarhausen sei auch nicht von Langeweile geplagt gewesen, resümierte Wirths in seinem Rückblick. Der „größte Aufreger“ aus Sicht des VdK-Chefs waren in 2017 die Bundestagswahlen und die damit verbundenen Ergebnisse. Das Motto des VdK, „Soziale Spaltung stoppen“, habe nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Gleichwohl werde der Verband weiterhin auf soziale Schwachstellen hinweisen und sich aktiv für eine Sozialpolitik einsetzen, „die diesen Namen auch verdiene“, so Wirths.

Nach dem Ausflug in die große Politik folgten Interna aus dem Ortsverein. Dazu zählte die Teilnahme einer VdK-Delegation an der Festwoche zum 50-jährigen Partnerschaftsbestehen mit Plouguerneau in der Bretagne. Mit dem französischen Pedant zum VdK, dem UNC Plouguerneau, wolle man bei der Festwoche in Edingen-Neckarhausen im August die Freundschaftscharta erneuern. Ein voller Erfolg seien auch der Tagesausflug sowie die Weihnachtsfeier in der Senioreneinrichtung „Neckarhaus“ bei gesponsertem Kuchen und Kaffee gewesen.

„Bringt Eure Ideen ein!“

Als negativ bezeichnete Wirths die Absage bei „Rund ums Schloss“, aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen. Auch die geplante Informationsveranstaltung des VdK-Ortsverbandes zur Bundestagswahl musste ausfallen. Was allerdings nicht an der Ortsgruppe, sondern an äußeren Gegebenheiten gelegen habe. Von zukünftigen Problemen sprach Wirths im Hinblick auf den geringen Mitgliederzuwachs und die damit verbundene Überalterung. „Viele sehen den VdK von der Altersstruktur her als ’Krampfader-Geschwader’“, formulierte Wirths und fügte an: „Dabei sind wir mit fast zwei Millionen Mitglieder der größte Sozialverband Deutschlands – und wir kümmern uns beileibe nicht nur um die Alten.“ Er appellierte an die Mitglieder: „Bringt Eure Ideen und Vorschläge ein, wir sind für alles offen, was den VdK stärkt.“

Kassenwart Ludwig Röderer gab im Anschluss letztmalig den Kassenbericht ab. Er informierte über die ausgeglichene Kassenlage. Revisorin Hildegard Berres bescheinigte eine einwandfreie Kassenlage. Die Wahlen leitete Hans-Peter Hocker vom VdK-Kreisvorstand. Er lobte das ehrenamtliche Engagement der Aktiven. „Ein so junger Mann ist ein Plus für den VdK“, freute sich Hocker über den Einsatz des neugewählten 53-jährigen Reiner Spatz auf dem Posten des Stellvertreters und Kassiers.

Und nachdem sich niemand als Schriftführer gefunden hatte, erklärte sich Wirths bereit, das Amt in Zweitfunktion zu übernehmen. Künftig soll es abwechselnd in Edingen und Neckarhausen jeden ersten Donnerstag im Monat einen VdK-Treff geben. Auch die Teilnahme an Rund ums Schloss wird wieder angestrebt. fer