Edingen-Neckarhausen

Edingen Jutta Sahner gewinnt Linzer-Torten-Olympiade / 45 Frauen und fünf Männer nehmen am Wettstreit teil

„Rezept von meiner Oma bekommen“

Das Olympische Torten-Komitee Edingen-Neckarhausen (OTKEN) bekam bei seiner zweiten Linzer-Torten-Olympiade im Rahmen der Edinger Kerwe buchstäblich etwas gebacken. 50 Teilnehmer, darunter fünf Männer, hatten sich ans Backwerk gemacht. Gegenüber der Torten-Premiere im vergangenen Jahr verzeichnete die Olympiade einen deutlichen Zuwachs.

„Zunächst hatten wir sogar befürchtet den Wettbewerb absagen zu müssen, erst auf der Schlussetappe lockten wir die Hobbybäcker offensichtlich hinterm Ofen vor“, verriet Eberhard Wolff schmunzelnd. Zusammen mit Georg Schneider ist er Initiator und Organisator dieses Back-Events. Nicht im stillen Kämmerlein, sondern öffentlich im Gasthaus „Friedrichshof“, verkostete die Fach-Jury dieses Mal die eingereichten Linzer Torten.

„Es war so ziemlich alles dabei. Neben optisch und geschmacklich ansprechenden Torten, waren einige auch etwas speckig, zu wenig saftig und überwürzt“, konstatierte der Eberbacher Bäcker- und Konditormeister, Jürgen Müller. Sein Edinger Kollege, Kultbäcker Peter Kapp, registrierte angesichts der Torten-Parade eine neue Lust am Backen. Der Jury gehörten ferner Karl-Heinz Schmich, Carmen Seufert und Richard Renner an. Alle fünf sind Mitglieder der Konditoren-Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Mannheim.

Backworkshop in Linz als Preis

Bewertet wurden Aussehen, Konsistenz und Geschmack der Linzer Torten. Zunächst hatte sich die Kommission geteilt um die jeweils drei besten Linzer Torten herauszuschmecken. Im zweiten Durchgang testeten sich dann alle Jury-Mitglieder durch die sechs auserwählten Kuchen. Am Ende siegte Jutta Sahner vor Anna Uchtenhagen und Ilona Göttlicher.

„Ich backe sehr gerne und habe das Siegerrezept vor Jahren von meiner Oma erhalten“, erzählte die Linzer-Torten-Queen. Bester backender Mann war der in Edingen lebende Amerikaner Theron Johnson. Die drei Siegerinnen erhielten jeweils eine vom Linzer Tourismusverband gesponserte Übernachtung in der Oberösterreichischen Stadt verbunden mit einem Backworkshop beim bekannten Traditions-Konditor Jindrak. Der Linzer-Torten-Spezialist hat für die nächste Olympiade in 2019 sein Kommen in Aussicht gestellt. Gewissermaßen als kleinen Vorgeschmack hatte er für die Siegerinnen selbstgebackene Mini-Linzer Törtchen gestiftet.

Bürgermeister Simon Michler gratulierte den Preisträgerinnen des süßen Wettbewerbs. Er freute sich über die tolle Idee sowie die tolle Resonanz die diese Veranstaltung gefunden hatte. Sie stelle einen weiteren Höhepunkt im reichhaltigen Kerweprogramm dar. Die Linzer Torten waren für das Publikum aber nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum „Anbeißen“. Stückchenweise wurden sie für einen guten Zweck verkauft. „Schorsch hier mal abschneiden, die sieht gut aus“, winkte Gemeinderat Wolfgang Jakel, seinen, mit dem Messer hantierenden Ratskollegen Georg Schneider herbei.

Was an Kuchen übrig blieb, wurde unter anderem in Altersheimen verteilt. Eberhard Wolff dankte zum Abschluss dem Pächter-Ehepaar Müller für die Möglichkeit zur Nutzung des Saals im „Friedrichshof“ sowie dem Ristorante Etna für die Pizzakartons als Kuchenuntersetzter.