Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Ferienspaß rund um das königliche Spiel / Gemeindeehrung für Erich Lutz nachgeholt

„Schach hält das Gehirn fit und tut dem Kopf gut“

„Schach ist Jogging fürs Gehirn“, heißt es in einem von der deutschen Schachjugend herausgegebenen Info-Blatt. Beim Ferienspaß des Schachclubs Neckarhausen konnten 16 Ferienkinder die kleinen grauen Zellen auf Trab bringen. Sie waren der Einladung des Clubs zur „Einführung in das Schachspiel“ gefolgt. Neben Anfängern und Fortgeschrittenen waren im Umgang mit Dame, König und Bauer auch schon kleine Schach-Strategen am Werk.

Im Edinger Vereinsheim „Friedrichshof“ wurde an mehreren Brettern zeitgleich gespielt. „Das Interesse an dieser Denksportart ist nach wie vor vorhanden“, weiß der Vorsitzende des Schach-Clubs, Erich Metz. Neben ihm behielten Erich Lutz, Elly Lutz, Hans Dvorak, Jugendleiter Markus Hormuth sowie mehrere Aktive aus der Jugendabteillung die Übersicht an den Schachbrettern. Zu Letzteren zählte auch Jan Hormuth der mit seinen knapp 14 Jahren bereits zur ersten Mannschaft des Clubs gehört, die ab dem Herbst in der Bezirksliga Mannheim mitspielt. „Die Teilnahme an solchen Turnieren richtet sich nicht nach dem Alter, sondern ausschließlich nach dem Können“, erklärte Jans Vater Markus Hormuth. Nachdem er die C-Trainer-Prüfung erfolgreich absolviert hat, ist er jetzt als Trainer im Verein und im badischen Schachverband aktiv.

Beim Ferienspaß erklärte er den Schach-Eleven am Brett das Einmaleins des königlichen Spiels. Da wurde angegriffen und verteidigt, Spielzüge erläutert und vor anrückenden Gefahren gewarnt – und am Ende hieß es dann doch „Schach matt“. Damit die Köpfe nicht zu sehr rauchten, gab es für die Kinder kostenlose Getränke.

„Wir beteiligen und regelmäßig am Ferienprogramm auch in der Erwartung das der ein oder andere „hängenbleibt“, gestand der Club-Vorsitzende. Eileen Brendel ist eine von den „Hängengebliebenen“. Sie engagierte sich beim diesjährigen Ferienprogramm als Betreuerin. „Mir macht Schach Spaß, es ist ein toller Denksport“, stellte Eileen fest. Sie spielt zwischenzeitlich in der Einsteiger-Klasse des Schachbezirks Mannheim mit. „Man muss mit dem Kopf dabei sein, sonst funktioniert es nicht“, riet die 13-Jährige dem Nachwuchs an den Brettern.

Seit 40 Jahren ist Erich Lutz einer der führenden Köpfe beim Schachclub Neckarhausen. „Bis auf den Vorsitz hatte ich schon alle Posten inne“, erzählt der Schach-Veteran. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz wurde er bei der Gemeindeehrung mit der Goldmedaille gewürdigt. Da er am Ehrungstag verhindert war, überreichte ihm jetzt Erich Metz die Auszeichnung. „Wir spielen täglich nach dem Mittagessen Schach, es gibt nix Schöneres und tut dem Kopf gut“, verriet Ehefrau Elly Lutz. fer